Die drei Wege zur eigenen Website – und welcher zu Ihnen passt
Agentur, Freelancer oder Baukasten – jeder Weg hat Stärken und Schwächen. Die richtige Wahl hängt nicht vom Budget ab, sondern davon, was Ihre Website für Ihr Unternehmen leisten soll. In diesem Vergleich erfahren Sie, welche Option für welche Situation die beste ist – ehrlich, ohne Verkaufsfloskeln.
Option 1: Der Website-Baukasten (Wix, Jimdo, Squarespace)
Kosten: 10–50 €/Monat
Zeitaufwand: 20–60 Stunden Eigenleistung
Geeignet für: Hobby-Projekte, persönliche Blogs, absolute Minimalauftritte
Baukästen werben mit “Website in 30 Minuten”. Was sie verschweigen: Eine Website, die professionell aussieht und Kunden überzeugt, braucht deutlich länger. Die Vorteile – niedrige Einstiegskosten, keine Technik-Kenntnisse nötig – werden schnell von den Nachteilen aufgewogen: limitiertes Responsive Design, schwache SEO-Möglichkeiten, kaum individuelle Gestaltung und Abhängigkeit vom Anbieter. Für Unternehmen, die über ihre Website Kunden gewinnen wollen, ist ein Baukasten in den meisten Fällen zu wenig.
Option 2: Der Freelancer
Kosten: 2.000–10.000 €
Zeitaufwand: 4–8 Wochen
Geeignet für: Kleine Projekte mit klarem Umfang, technisch versierte Auftraggeber
Freelancer bieten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis – wenn Sie den richtigen finden. Der Vorteil: direkte Kommunikation, oft schnellere Umsetzung, niedrigere Kosten als eine Agentur. Der Nachteil: Sie sind auf eine Person angewiesen. Ist der Freelancer krank, im Urlaub oder nimmt keine neuen Projekte an, stehen Sie allein da. Außerdem sind Freelancer meist auf einen Bereich spezialisiert – ein großartiger Designer ist selten gleichzeitig ein SEO-Experte oder Content-Stratege.
Option 3: Die Webdesign-Agentur
Kosten: 5.000–30.000 €
Zeitaufwand: 6–16 Wochen
Geeignet für: Unternehmen, die ihre Website als Vertriebstool nutzen wollen
Eine Agentur bringt ein Team mit: Strategen, Designer, Entwickler, Texter, SEO-Spezialisten. Jeder macht das, was er am besten kann. Das Ergebnis: eine Website, die nicht nur gut aussieht, sondern strategisch durchdacht ist. Die richtige Agentur beginnt mit Fragen zu Ihrer Zielgruppe und baut die gesamte User Experience darauf auf. Die Investition ist höher – aber auch der Return.
Der ehrliche Vergleich: Baukasten vs. Freelancer vs. Agentur
Individuelles Design: Baukasten ✗ | Freelancer ✓ | Agentur ✓✓
SEO-Optimierung: Baukasten ✗ | Freelancer △ | Agentur ✓✓
UX-Strategie: Baukasten ✗ | Freelancer △ | Agentur ✓✓
Professionelle Texte: Baukasten ✗ | Freelancer △ | Agentur ✓
Langfristiger Support: Baukasten △ | Freelancer △ | Agentur ✓✓
Skalierbarkeit: Baukasten ✗ | Freelancer △ | Agentur ✓✓
Investition: Baukasten €€ | Freelancer €€€ | Agentur €€€€
Die Entscheidungshilfe: 3 Fragen, die alles klären
Frage 1: Soll Ihre Website aktiv Kunden gewinnen? Wenn ja: Agentur. Eine Website, die als Vertriebstool funktionieren soll, braucht Strategie, Conversion-Optimierung und professionelle Texte – das liefert ein Team besser als eine Einzelperson.
Frage 2: Haben Sie ein klar definiertes, kleines Projekt? Wenn ja: Freelancer. Für eine Landingpage, einen WordPress-Relaunch mit bestehendem Konzept oder eine technische Anpassung ist ein guter Freelancer die effiziente Wahl.
Frage 3: Brauchen Sie nur eine digitale Visitenkarte? Wenn ja: Baukasten – aber ehrlich: Wenn Sie nur eine Visitenkarte brauchen, brauchen Sie vielleicht gar keine Website, sondern ein optimiertes Google Business Profil.
Häufig gestellte Fragen
Ist eine Webdesign-Agentur immer besser als ein Freelancer?
Nein. Für kleine, klar umrissene Projekte kann ein spezialisierter Freelancer die bessere Wahl sein. Eine Agentur lohnt sich, wenn Ihre Website als Vertriebstool funktionieren soll und Sie Strategie, Design, Entwicklung und SEO aus einer Hand benötigen.
Kann ich mit einem Baukasten eine professionelle Unternehmenswebsite erstellen?
Technisch ja, praktisch selten überzeugend. Baukästen limitieren Sie bei Design, SEO und Funktionalität. Für Unternehmen, die über ihre Website Kunden gewinnen wollen, reichen Baukästen in der Regel nicht aus.
Wie finde ich einen guten Freelancer für mein Website-Projekt?
Schauen Sie sich das Portfolio an, fragen Sie nach messbaren Ergebnissen (nicht nur hübschen Screenshots), und klären Sie vorab: Wer kümmert sich um Texte, SEO und Wartung? Wenn der Freelancer “nur das Design” macht, brauchen Sie für den Rest weitere Partner.
Was ist langfristig günstiger – Freelancer oder Agentur?
Das hängt von Ihren Anforderungen ab. Denken Sie in Gesamtkosten über den Lebenszyklus der Website.

