Sie erstellen ein Google-Unternehmensprofil unter business.google.com/add mit einem Google-Konto, das Ihrem Unternehmen gehört. Google berechnet für das Anlegen und Verwalten nichts. Sie tragen Name, Adresse oder Einzugsgebiet, Kategorie und Kontaktdaten ein und bestätigen anschließend, dass Ihnen das Unternehmen gehört. Die Prüfung dauert laut Google bis zu fünf Arbeitstage. Erst danach sehen Kunden Ihr Profil in der Google-Suche und bei Google Maps.
Mit dem Anlegen ist die Arbeit aber nicht getan. Ob Ihr Unternehmen bei Google Maps vor dem Wettbewerb erscheint, entscheiden vollständige Angaben, die passende Kategorie und echte Bewertungen. Diese Arbeit nach der Einrichtung heißt lokales SEO (Local SEO). Wie wir sie für Unternehmen übernehmen, lesen Sie auf unserer Seite lokales SEO. Hier finden Sie zuerst die Anleitung, mit der Sie Ihr Profil selbst sauber aufsetzen.
Das Wichtigste in Kürze
- Was es ist: Ihr Eintrag in der Google-Suche und bei Google Maps, mit Adresse, Öffnungszeiten, Telefonnummer, Fotos und Bewertungen. Viele kennen den Dienst noch unter dem alten Namen Google My Business.
- Was es kostet: Google berechnet für Anlegen und Verwalten des Profils nichts. Aufwand entsteht durch Ihre Zeit oder durch einen Dienstleister, der das Profil pflegt.
- Wer eins anlegen darf: Unternehmen mit einem Standort, an dem sie Kunden empfangen, und Unternehmen, die ihre Leistung beim Kunden erbringen.
- Wie lange es dauert: Nach den Bestätigungsschritten prüft Google laut eigener Aussage bis zu fünf Arbeitstage, in seltenen Fällen länger.
- Was Sie nach vorn bringt: Google nennt drei Faktoren, nämlich Relevanz, Entfernung und Beliebtheit. Einen besseren Platz kann man laut Google nicht kaufen.
Was Sie vor dem Start bereitlegen sollten
Das Profil lässt sich in einem Zug einrichten, wenn die Angaben vorher feststehen. Klären Sie intern, wer das Profil verwaltet und unter welchem Konto es läuft. Legen Sie dann diese Punkte bereit:
- den Firmennamen genau so, wie er auf Schild, Briefpapier und Rechnung steht
- die Anschrift, an der Sie Kunden empfangen, oder die Orte, in denen Sie beim Kunden arbeiten
- eine Telefonnummer, unter der Ihr Standort direkt erreichbar ist
- die Öffnungszeiten, auch für Feiertage und Betriebsurlaub
- eine Liste Ihrer Leistungen und eine kurze Beschreibung, was Sie für wen tun
- echte Fotos von Gebäude, Team, Fahrzeugen und fertigen Arbeiten
Google-Unternehmensprofil erstellen in sechs Schritten
Die folgenden Schritte richten sich nach der Hilfe und den Richtlinien von Google. Wer sie einhält, vermeidet Ablehnungen bei der Bestätigung und spätere Sperren.
1. Prüfen, ob es schon ein Profil gibt
Suchen Sie Ihren Firmennamen bei Google Maps. Oft existiert bereits ein Eintrag, den ein früherer Mitarbeiter oder ein Kunde angelegt hat. Dann legen Sie kein zweites Profil an. Sie wählen im vorhandenen Eintrag „Jetzt verwalten“ und beantragen die Inhaberschaft. Doppelte Einträge verwirren Kunden und verteilen Ihre Bewertungen auf zwei Profile.
2. Mit einem Konto des Unternehmens anlegen
Rufen Sie business.google.com/add auf und melden Sie sich mit einem Google-Konto an, das dem Unternehmen gehört. Nehmen Sie nicht das private Konto einer Mitarbeiterin oder eines Mitarbeiters. Wer das Unternehmen verlässt, nimmt sonst den Zugang mit. Weitere Personen oder eine Agentur fügen Sie später als Nutzer mit eigener Rolle hinzu.
3. Den Namen so eintragen, wie er im echten Leben lautet
Google verlangt den Namen, den Ihr Unternehmen auch außerhalb des Internets führt, etwa auf Schildern und Briefpapier. Slogans, Ortsangaben, Telefonnummern oder Öffnungszeiten gehören nicht in den Namen. „Müller Haustechnik“ ist richtig, „Müller Haustechnik Heizung Sanitär Dortmund“ verstößt gegen die Richtlinien. Wer Suchbegriffe in den Namen packt, riskiert, dass Google den Namen korrigiert oder das Profil sperrt.
4. Adresse oder Einzugsgebiet angeben
Empfangen Sie Kunden an Ihrem Standort, tragen Sie die echte Anschrift ein. Postfächer und virtuelle Büros ohne Personal vor Ort lässt Google nicht zu. Arbeiten Sie beim Kunden und empfangen keine Kunden am Firmensitz, entfernen Sie die Adresse aus dem Profil und geben stattdessen ein Einzugsgebiet an. Google erlaubt bis zu 20 Gebiete, etwa Städte oder Postleitzahlen, und empfiehlt, nicht weiter als rund zwei Autostunden vom Standort zu gehen.
5. Kategorie, Telefonnummer und Website festlegen
Wählen Sie eine Hauptkategorie, die Ihr Kerngeschäft genau beschreibt. Google rät, so wenige Kategorien wie möglich zu verwenden und sie nicht als Suchbegriffe zu missbrauchen. Geben Sie eine Telefonnummer an, unter der Ihr Standort direkt erreichbar ist, keine Hotline und kein Callcenter. Verlinken Sie zum Schluss Ihre Website, am besten die Seite, die zu diesem Standort passt.
6. Das Profil bestätigen
Welche Bestätigung möglich ist, legt Google automatisch fest und lässt sich nicht ändern. Infrage kommen Telefon, SMS, E-Mail, Videoaufnahme, Live-Videoanruf oder Postkarte. Eine Postkarte kommt laut Google meist innerhalb von 14 Tagen an, der Code verfällt nach 30 Tagen. Ändern Sie während der Wartezeit weder Name noch Adresse noch Kategorie. Nach der Bestätigung prüft Google bis zu fünf Arbeitstage. Erst dann ist das Profil für Kunden sichtbar.
Google-Unternehmensprofil optimieren: was nach der Bestätigung zählt
Google nennt drei Faktoren für die Reihenfolge in den lokalen Ergebnissen. Relevanz beschreibt, wie gut Ihr Profil zu der Suche passt. Entfernung beschreibt, wie weit Ihr Standort vom Suchenden entfernt ist. Beliebtheit beschreibt, wie bekannt Ihr Unternehmen ist, unter anderem gemessen an Rezensionen. Die Entfernung können Sie nicht beeinflussen. Relevanz und Beliebtheit schon.
Leistungen und Beschreibung vollständig ausfüllen
Google schreibt, dass Unternehmen mit vollständigen und korrekten Angaben eher in den lokalen Ergebnissen erscheinen. Tragen Sie jede Leistung einzeln ein. Beschreiben Sie, was Sie für wen tun, und zwar in den Worten, mit denen Ihre Kunden suchen. „Wartung von Gewerbekälteanlagen“ trifft die Suche eines Kunden genauer als „Kältetechnik aller Art“.
Öffnungszeiten aktuell halten
Stimmen die Zeiten an Feiertagen oder im Betriebsurlaub nicht, steht ein Kunde vor verschlossener Tür. Im schlechtesten Fall schreibt er danach eine Bewertung. Pflegen Sie besondere Öffnungszeiten deshalb vorab und prüfen Sie das Profil einmal im Monat.
Echte Fotos aus dem Unternehmen
Gebäude, Werkstatt, Fahrzeuge, fertige Projekte. Echte Bilder zeigen, dass es Ihr Unternehmen wirklich gibt und wie es arbeitet. Austauschbare Archivbilder leisten das nicht. Laden Sie in regelmäßigen Abständen neue Fotos hoch, etwa nach abgeschlossenen Projekten.
Auf die passende Seite verlinken
Verlinken Sie nicht automatisch die Startseite. Haben Sie mehrere Standorte, gehört zu jedem Profil die Seite dieses Standorts. Name, Adresse und Telefonnummer sollten dort genau so stehen wie im Profil. So passen Profil und Website zusammen, und der Besucher findet sofort, was er sucht.
Bewertungen nach den Regeln von Google
Google schreibt, dass mehr Rezensionen und positive Bewertungen das Ranking in den lokalen Ergebnissen verbessern können. Bewertungen sind damit der Faktor, den Sie am stärksten selbst anstoßen. Wichtig ist, dabei die Regeln einzuhalten:
- Nach jedem abgeschlossenen Auftrag fragen: mit einem direkten Link zur Bewertung, per E-Mail, auf der Rechnung oder als QR-Code.
- Alle Kunden fragen, nicht nur die zufriedenen: Google untersagt, gezielt nur um positive Bewertungen zu bitten oder negative zu verhindern.
- Keine Gegenleistung anbieten: Bewertungen, für die direkt oder mit Sachleistungen bezahlt wurde, verstoßen gegen die Google-Richtlinien.
- Keine Bewertungen aus dem eigenen Haus: Mitarbeitende, Familie oder Vertragspartner stehen laut Google in einem Interessenkonflikt.
- Jede Bewertung beantworten: kurz, sachlich und im Namen des Unternehmens. Künftige Kunden lesen an den Antworten ab, wie Sie mit Kritik umgehen.
Gekaufte Bewertungen sind zudem nicht nur ein Verstoß gegen die Regeln von Google. Das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb verbietet, gefälschte Verbraucherbewertungen zu übermitteln oder in Auftrag zu geben (UWG, Anhang Nummer 23c).
Sieben Fehler, die ein Profil schwächen
Prüfen Sie Ihr eigenes Profil an dieser Liste. Die ersten vier Punkte verstoßen gegen die Richtlinien von Google, die übrigen kosten Sichtbarkeit oder Kontrolle.
- Suchbegriffe im Firmennamen, etwa „Schreinerei Beispiel Küchen Möbel Essen“ statt „Schreinerei Beispiel“.
- Ein Postfach oder virtuelles Büro als Adresse, obwohl dort niemand arbeitet.
- Gekaufte, belohnte oder selbst geschriebene Bewertungen.
- Eine Hotline oder Callcenter-Nummer statt einer Nummer, unter der der Standort direkt erreichbar ist.
- Das Profil hängt am privaten Konto eines Mitarbeiters. Verlässt er das Unternehmen, fehlt der Zugang.
- Zu viele Kategorien. Wer alles ankreuzt, passt zu keiner Suche genau.
- Veraltete Angaben: falsche Öffnungszeiten, eine alte Telefonnummer oder ein Link auf eine Seite, die es nicht mehr gibt.
Warum das Profil allein noch keine Anfragen bringt
Das Profil sorgt dafür, dass Sie gefunden werden. Ob daraus eine Anfrage wird, entscheidet oft die Website. Wer Sie bei Google Maps findet, kann anrufen, die Route planen oder auf „Website“ tippen. Findet er dort nicht in wenigen Sekunden, was er sucht, ist der nächste Anbieter in der Liste nur einen Fingertipp entfernt.
Typische Bremsen sind eine Startseite ohne klare Leistung, eine versteckte Telefonnummer und Formulare, die auf dem Handy kaum zu bedienen sind. Welche Fehler Anrufe am häufigsten verhindern, zeigt unser Beitrag Warum Kunden nicht anrufen: 8 Website-Fehler, die kosten.
Profil, Bewertungen und Website wirken also zusammen. Wie diese Teile ineinandergreifen und welche Rolle Standortseiten spielen, erklärt der Beitrag Was ist Local SEO?. Wer zusätzlich in der normalen Google-Suche weiter nach oben will, findet die wichtigsten Stellschrauben unter Google Ranking verbessern.
Häufige Fragen zum Google-Unternehmensprofil
Was kostet ein Google-Unternehmensprofil?
Nichts. Google berechnet für das Anlegen und Verwalten keine Gebühr. Kosten entstehen nur durch die Zeit, die Sie selbst investieren, oder wenn Sie die Pflege an einen Dienstleister geben. Ein besseres Ranking lässt sich laut Google auch gegen Bezahlung nicht erreichen.
Kann ich ein Profil ohne Ladengeschäft anlegen?
Ja, wenn Sie Ihre Leistung beim Kunden erbringen. Dann entfernen Sie die Adresse aus dem Profil und geben ein Einzugsgebiet mit bis zu 20 Orten oder Postleitzahlen an. Ein reines Postfach oder ein virtuelles Büro ohne Personal lässt Google als Adresse nicht zu.
Wer sollte das Profil verwalten?
Das Unternehmen selbst bleibt Inhaber, mit einem Google-Konto, das ihm gehört. Mitarbeitende oder eine Agentur bekommen einen eigenen Zugang als Nutzer. So behalten Sie die Kontrolle über Profil und Bewertungen, auch wenn jemand wechselt.
Was ist aus Google My Business geworden?
Der Dienst heißt heute Google-Unternehmensprofil. Bestehende Einträge gibt es weiterhin. Sie bearbeiten Ihr Profil direkt in der Google-Suche oder bei Google Maps über „Profil bearbeiten“, sobald Sie mit dem Konto angemeldet sind, das das Profil verwaltet.


