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Website Relaunch planen: Der komplette Leitfaden für Unternehmen

29. März 2026·
·David Keiser
Hand zeigt auf Wireframe-Skizzen und Haftnotizen für einen Website-Relaunch
Inhalt

Website Relaunch planen: warum die meisten Unternehmen dabei ihre Rankings verlieren

Ein Website Relaunch ist einer der riskantesten und gleichzeitig wirkungsvollsten Schritte, die ein Unternehmen digital unternehmen kann. Richtig geplant, verwandelt er eine veraltete Internetpräsenz in ein strategisches Vertriebsinstrument. Falsch umgesetzt, vernichtet er über Jahre aufgebaute Google-Rankings, und damit einen der wertvollsten Marketingkanäle.

Kurz gesagt: Ein Website Relaunch gelingt, wenn Sie vor dem ersten Entwurf Rankings, Seiten und Weiterleitungen sichern: Bestand analysieren, Struktur festlegen, gestalten, mit vollständiger Weiterleitungsliste entwickeln, live gehen und täglich prüfen. Ein Relaunch ist ein Neubau und kostet so viel wie eine neue Website: für kleine Betriebe ab 4.000 Euro netto, im Mittelstand meist 8.000 bis 20.000 Euro.

Die Realität sieht so aus: Viele Relaunches kosten messbar Sichtbarkeit bei Google. Nicht weil ein Relaunch grundsätzlich gefährlich ist, sondern weil er ohne SEO-Strategie durchgeführt wird. Neue Farben, neues Logo, neue Struktur, und plötzlich findet Google die Seiten nicht mehr, die vorher auf Position 1 standen.

Und hier liegt das eigentliche Problem: Die meisten Unternehmen merken den Schaden erst Wochen später, wenn die Anfragen ausbleiben. Dann ist der Schaden bereits angerichtet, und die Wiederherstellung dauert Monate, manchmal Jahre.

Dieser Leitfaden zeigt Ihnen den kompletten Prozess, mit dem ein Website Relaunch nicht nur optisch überzeugt, sondern Ihre SEO-Rankings sichert, die Conversion-Rate steigert und messbar mehr Anfragen generiert. Von der ersten Analyse bis zum Go-Live, und darüber hinaus. Wie wir Relaunches umsetzen, zeigt die Leistung Website-Relaunch.

Wann ist ein Website Relaunch wirklich notwendig?

Nicht jede Website braucht einen kompletten Relaunch. Manchmal reicht eine gezielte Optimierung, ein neuer Above-the-Fold-Bereich, schnellere Ladezeiten oder bessere Call-to-Actions. Ein Relaunch ist die richtige Entscheidung, wenn die Probleme tiefer liegen als Kosmetik.

Technische Warnsignale, die einen Relaunch erfordern

Wenn Ihre Website auf einem veralteten CMS läuft, das keine Sicherheitsupdates mehr erhält, ist ein Relaunch keine Option, sondern Pflicht. Dasselbe gilt, wenn die Ladezeit regelmäßig über drei Sekunden liegt und sich technisch nicht mehr optimieren lässt, weil die Grundarchitektur das Problem ist.

Weitere technische Warnsignale: Die Website ist nicht responsive und wird auf Mobilgeräten fehlerhaft dargestellt. Die Code-Basis ist so aufgebläht, dass jede kleine Änderung Stunden statt Minuten dauert. Oder das CMS lässt sich nicht mit modernen Marketing-Tools verbinden: kein Tracking, keine Automatisierung, keine Skalierung.

Strategische Gründe für einen Neustart

Technische Mängel sind offensichtlich. Die strategischen Gründe werden häufiger übersehen und sind oft gewichtiger. Wenn sich Ihre Positionierung verändert hat, Ihr Angebot gewachsen ist oder Ihre Zielgruppe sich verschoben hat, passt die alte Website nicht mehr zur Realität Ihres Unternehmens.

Ein klassisches Beispiel: Ein Dienstleister, der vor fünf Jahren als Einzelunternehmer gestartet ist und heute ein Team von 15 Mitarbeitern führt. Die Website zeigt noch den alten Auftritt, und potenzielle Kunden schätzen das Unternehmen kleiner ein, als es ist. Die Folge: Die Website filtert die falschen Kunden rein und die richtigen raus.

Wann eine Optimierung reicht und wann nicht

Faustregel: Wenn Sie mehr als 40 Prozent der bestehenden Seitenstruktur ändern müssen, ist ein Relaunch effizienter als eine schrittweise Optimierung. Wenn die Probleme primär im Content oder in einzelnen Conversion-Elementen liegen, reicht oft ein gezieltes A/B-Testing und eine Conversion-Optimierung.

Wie läuft ein Website Relaunch ab?

Ein Website Relaunch läuft in fünf Phasen ab: Analyse, Strategie, Design, Entwicklung mit Migration sowie Launch und Monitoring. Er ist kein kreatives Projekt. Es ist ein strategisches. Die Reihenfolge der Phasen ist entscheidend. Wer beim Design anfängt, bevor die Strategie steht, baut ein schönes Haus auf einem brüchigen Fundament.

Phase 1: Analyse und Bestandsaufnahme

Bevor auch nur ein Pixel verschoben wird, muss der Ist-Zustand vollständig dokumentiert sein. Das bedeutet: Welche Seiten existieren? Welche davon generieren organischen Traffic? Welche ranken für relevante Keywords? Welche URLs werden von externen Quellen verlinkt?

SEO-Audit als Pflichtübung

Ein vollständiges SEO-Audit vor dem Relaunch sichert die Rankings. Dazu gehört: eine komplette URL-Liste der bestehenden Website, eine Übersicht aller Seiten mit organischem Traffic (Google Search Console), eine Analyse der bestehenden Backlinks und eine Dokumentation aller internen Verlinkungen. Ohne diese Daten fliegen Sie blind, und das endet bei einem Relaunch fast immer mit Ranking-Verlusten.

Content-Audit: Was bleibt, was geht, was fehlt

Nicht jeder Content verdient es, in die neue Website übernommen zu werden. Sortieren Sie rigoros: Seiten mit Traffic und Rankings werden 1:1 migriert oder verbessert. Seiten ohne Traffic werden geprüft. Entweder verbessern oder per 301-Redirect auf eine relevante Seite weiterleiten. Veraltete Inhalte werden entfernt, aber niemals ohne Redirect.

Phase 2: Strategie und Konzept

In dieser Phase definieren Sie, was die neue Website leisten soll. Nicht „schöner aussehen”, sondern messbare Ziele. Wie viele Anfragen soll die Website pro Monat generieren? Welche Zielgruppe soll sie ansprechen? Über welche Kanäle kommen die Besucher?

Die Informationsarchitektur entsteht hier: Welche Seiten braucht die neue Website? Wie ist die Navigation aufgebaut? Wo sind die Conversion-Punkte? Und vor allem: Wie wird die SEO-Strategie in die neue Struktur integriert?

Phase 3: Design und UX

Erst jetzt kommt das Design. Und auch hier gilt: Design ist kein Selbstzweck. Jedes visuelle Element muss eine Funktion erfüllen: Aufmerksamkeit lenken, Vertrauen aufbauen, zur Handlung führen.

Moderne Websites werden mobile-first designt. Ein großer Teil der Besuche kommt heute vom Smartphone. Wer Desktop-first gestaltet und dann „responsive macht”, produziert Kompromisse auf dem wichtigsten Gerät. Die User Experience auf dem Smartphone entscheidet über den Erfolg des Relaunches, nicht die Desktop-Ansicht.

Phase 4: Entwicklung und Migration

Die technische Umsetzung ist der Punkt, an dem die meisten Relaunch-Projekte scheitern oder gewinnen. Hier werden die strategischen Entscheidungen in Code übersetzt, und hier entscheidet sich, ob die Website schnell lädt, sauber crawlbar ist und bei Google performt.

WordPress als Relaunch-Plattform

WordPress dominiert das Web. Über 43 Prozent aller Websites weltweit laufen auf diesem System (Quelle: W3Techs, 2025). Für einen Relaunch bietet WordPress die ideale Kombination aus Flexibilität, SEO-Fähigkeit und Zukunftssicherheit. Mit modernen Page Buildern wie Bricks Builder entstehen performante Websites ohne den Code-Overhead klassischer Themes.

Die kritische URL-Migration

Der gefährlichste Moment im gesamten Relaunch: die URL-Umstellung. Jede alte URL, die Traffic oder Backlinks hat, muss per 301-Redirect auf die neue URL weiterleiten. Kein 302, kein Meta-Refresh, kein JavaScript-Redirect, nur ein sauberer 301-Redirect übergibt die volle Link-Autorität an die neue Seite.

Erstellen Sie eine vollständige Redirect-Map: alte URL links, neue URL rechts. Jede einzelne Seite. Das ist mühsam, aber nicht verhandelbar. Eine vergessene Weiterleitung bedeutet eine verlorene Seite, und jede verlorene Seite mit Rankings kostet Sie Besucher und damit potenzielle Kunden.

Phase 5: Launch und Monitoring

Der Go-Live ist nicht das Ende des Projekts, sondern der Beginn der kritischsten Phase. In den ersten zwei bis vier Wochen nach dem Launch entscheidet sich, ob der Relaunch SEO-technisch erfolgreich war.

Direkt nach dem Launch: Google Search Console prüfen, Sitemap neu einreichen, robots.txt kontrollieren, alle Redirects testen, 404-Fehler monitoren. Tägliches Monitoring der Rankings für die wichtigsten Keywords. Wöchentliche Reports für Traffic, Conversions und technische Fehler.

Website Relaunch Checkliste: Welche Punkte gehören dazu?

Auf die Checkliste für den Website Relaunch gehören zwölf Punkte von der Bestandsaufnahme bis zum Monitoring. Haken Sie jeden Punkt erst ab, wenn das Ergebnis in der rechten Spalte vorliegt.

PhaseAufgabeErledigt, wenn
AnalyseAlle URLs mit Klicks, Impressionen und externen Links exportierenListe aus Search Console und Crawler liegt vor
AnalyseWichtigste Seiten und Suchbegriffe festhaltenVorher-Werte für 28 Tage sind gesichert
AnalyseJede Seite bewerten: behalten, verbessern, zusammenführenJede URL hat eine Entscheidung
StrategieZiele in Zahlen festlegen, etwa Anfragen und BesucherZiele sind schriftlich abgestimmt
StrategieNeue Seitenstruktur und URLs festlegenSitemap ist freigegeben
DesignMobile Ansicht zuerst gestaltenPrototyp ist auf dem Smartphone geprüft
EntwicklungWeiterleitungsliste alt auf neu (301) anlegenJede alte URL hat ein passendes Ziel
EntwicklungTitel, Beschreibungen und strukturierte Daten übernehmenKeine Seite ohne Titel und Beschreibung
EntwicklungLadezeit und Barrierefreiheit prüfenCore Web Vitals im grünen Bereich, Prüfung nach WCAG dokumentiert
LaunchSperren der Testumgebung entfernenrobots.txt und noindex sind geprüft
LaunchXML-Sitemap einreichen und Weiterleitungen testenKeine 404-Fehler bei alten URLs
MonitoringSearch Console, Positionen und Anfragen täglich prüfenVier Wochen ohne offene Fehler

Aus unseren Projekten: Die meiste Zeit kostet beim Relaunch selten die Gestaltung. Sie steckt in der Weiterleitungsliste und in der Entscheidung, welche Inhalte bleiben, verbessert oder zusammengeführt werden. Wer diese Arbeit vor dem ersten Entwurf erledigt, geht ohne böse Überraschungen live.

Wie sichern Sie beim Relaunch Ihre Google-Rankings?

Ihre Google-Rankings sichern Sie mit einer vollständigen Weiterleitungsliste, dem Erhalt rankender Inhalte und täglichem Monitoring nach dem Launch. Wie das im Detail abläuft, zeigt der Beitrag Website Relaunch SEO. SEO ist kein Add-on zum Relaunch. SEO muss den gesamten Prozess durchziehen. Von der ersten Analyse bis zum letzten Monitoring-Report. Wer SEO als nachträgliche Optimierung betrachtet, hat den Relaunch bereits verloren.

301-Redirects: Die Lebensversicherung Ihrer Rankings

301-Redirects teilen Google mit, dass eine Seite permanent umgezogen ist. Sie übertragen die gesamte Link-Autorität, also die über Jahre aufgebaute Ranking-Kraft, von der alten auf die neue URL. Ohne 301-Redirects sieht Google die neue Seite als komplett neue Seite ohne jede Autorität. Alle bisherigen Rankings: weg.

Die häufigsten Redirect-Fehler: Redirect-Ketten (A leitet auf B, B leitet auf C, Google verliert Autorität bei jedem Sprung). Weiterleitungen auf die Startseite statt auf die inhaltlich passende Seite. Fehlende Redirects für Seiten, die in der neuen Struktur nicht mehr existieren. Und der schlimmste Fehler: gar keine Redirects, weil „die alten Seiten ja nicht mehr relevant sind”.

Content-Erhaltung: Was rankt, bleibt

Ein Relaunch verleitet dazu, alles neu zu machen. Das ist ein Fehler. Seiten, die bei Google ranken, haben sich ihre Position über Monate oder Jahre erarbeitet. Wenn Sie den Content komplett umschreiben, verändert sich das semantische Profil der Seite, und Google bewertet sie neu. Im schlimmsten Fall verlieren Sie Rankings, die Sie vorher hatten.

Die richtige Strategie: Ranking-Content beibehalten und gezielt verbessern. Neue Abschnitte ergänzen, veraltete Informationen aktualisieren, die Lesefreundlichkeit erhöhen. Aber die Kern-Keywords und die thematische Ausrichtung bleiben intakt.

Technisches SEO beim Relaunch

Neben den Redirects gibt es weitere technische SEO-Faktoren, die beim Relaunch beachtet werden müssen: Die neue Website muss mindestens genauso schnell laden wie die alte, besser schneller. Die mobile Darstellung muss einwandfrei funktionieren. Die interne Verlinkung muss die wichtigsten Seiten priorisieren. Und die Meta-Titles und Descriptions müssen für die neue Struktur optimiert sein.

Prüfen Sie vor dem Launch: Sind alle kanonischen URLs korrekt gesetzt? Gibt es doppelte Inhalte durch fehlerhafte Canonical-Tags? Ist die XML-Sitemap aktuell und bei Google eingereicht? Blockiert die robots.txt versehentlich wichtige Seiten? Dieser letzte Punkt klingt banal, aber er passiert erschreckend häufig, wenn die Staging-Umgebung in die Produktion überführt wird.

Was kostet ein Website Relaunch?

Ein Website Relaunch ist ein Neubau und kostet deshalb so viel wie eine neue Website. Bei uns beginnt ein Relaunch für kleine Betriebe ab 4.000 Euro netto, ein typisches Projekt im Mittelstand liegt je nach Umfang zwischen 8.000 und 20.000 Euro. Mehrere Standorte, mehrere Sprachen oder Konzernstrukturen beginnen ab 20.000 Euro.

BetriebsgrößePreisrahmen Relaunch (netto)
Kleiner Betriebab 4.000 Euro
Mittlerer Betriebab 8.000 bis 10.000 Euro
Mittelgroßer bis größerer Betrieb15.000 bis 20.000 Euro
Mehrere Standorte, mehrsprachig oder Konzernab 20.000 Euro

Kostenbeispiele: was ein typischer Relaunch kostet

Kleiner Betrieb: Angenommen, ein Betrieb mit einem Standort zieht mit rund 20 Seiten auf eine neue Website um, die Leistungen bleiben gleich. Struktur und Texte werden geschärft, jede alte Adresse bekommt eine Weiterleitung. Weil sich wenig gleichzeitig ändert, beginnt so ein Relaunch ab 4.000 Euro.

Mittlerer Betrieb: Angenommen, ein Unternehmen mit acht Leistungen ordnet seine Seitenstruktur neu, lässt die Texte aus Vertriebssicht neu schreiben und ergänzt eine Karriereseite. Neue Struktur und neue Texte sind hier die größten Posten, deshalb beginnt der Relaunch bei 8.000 bis 10.000 Euro.

Mehrere Standorte oder Sprachen: Angenommen, eine Unternehmensgruppe mit drei Standorten und einer englischen Sprachversion stellt ihre Website neu auf. Jeder Standort und jede Sprache vervielfachen Weiterleitungen und Inhalte, deshalb beginnt ein solcher Relaunch ab 20.000 Euro.

Was macht einen Relaunch teurer?

Ein Relaunch wird teurer, je mehr sich gleichzeitig ändert: Struktur, System, Inhalte und Schnittstellen. Die Tabelle zeigt die wichtigsten Preistreiber.

PreistreiberWarum es den Aufwand erhöhtWorauf Sie achten sollten
Anzahl der Seiten mit RankingsJede Seite braucht eine geprüfte Weiterleitung und oft überarbeitete InhalteVorher-Liste aus der Search Console erstellen
Wechsel des Systems (CMS)Inhalte, Medien und Funktionen müssen umziehenNur wechseln, wenn das alte System am Limit ist
Neue SeitenstrukturNeue Navigation, neue URLs und neue interne VerlinkungStruktur nach Leistungen und Suchanfragen planen
Neue TexteInterviews, Texte und Freigaben kosten oft mehr Zeit als das DesignRankende Texte verbessern, nicht ersetzen
Schnittstellen und FunktionenFormulare, CRM, Buchung oder Shop müssen neu angebunden und getestet werdenJede Funktion einzeln im Angebot ausweisen lassen
MehrsprachigkeitJede Sprache vervielfacht Weiterleitungen und InhalteSprachversionen nacheinander umstellen
BarrierefreiheitKontraste, Tastaturbedienung und Struktur müssen von Anfang an passenPrüfung nach WCAG 2.1 AA ins Angebot aufnehmen

Entscheidend ist nicht der absolute Preis, sondern der Return on Investment. Angenommen, ein Neukunde, der über die Website kommt, bringt einen Auftragswert von 10.000 Euro: Dann trägt jeder gewonnene Kunde einen spürbaren Teil des Relaunches. Die Frage ist nicht „Was kostet der Relaunch?”, sondern „Was kostet es, keinen zu machen?”

Wo Unternehmen am falschen Ende sparen

Die drei teuersten Sparentscheidungen beim Relaunch: Erstens, keine SEO-Strategie einplanen. Das spart kurzfristig Budget und kostet langfristig ein Vielfaches an verlorenen Rankings und Traffic. Zweitens, auf eine Billig-Agentur setzen, die keinen Redirect-Plan erstellt. Drittens, den Content nicht professionell aufbereiten und einfach die alten Texte übernehmen, inklusive aller Schwächen.

Welche Fehler passieren beim Website Relaunch am häufigsten?

Am häufigsten fehlen ein SEO-Konzept und vollständige Weiterleitungen. In Relaunch-Projekten, die wir begleitet oder nachträglich repariert haben, wiederholen sich dieselben Fehler. Keiner davon ist unvermeidbar, aber jeder einzelne kann den gesamten Relaunch gefährden.

Fehler 1: Kein SEO-Konzept vor dem Relaunch

Der häufigste und teuerste Fehler. Design und Entwicklung starten, ohne dass jemand die bestehenden Rankings analysiert hat. Nach dem Launch stellt das Unternehmen fest, dass der organische Traffic deutlich eingebrochen ist, und die Wiederherstellung dauert Monate.

Fehler 2: Fehlende oder fehlerhafte 301-Redirects

Jede URL, die sich ändert, braucht eine Weiterleitung. Jede einzelne. Ohne Ausnahme. Die Redirect-Map ist kein Nice-to-have. Sie ist die Pflichtübung, die über Erfolg und Misserfolg entscheidet.

Fehler 3: Staging-Einstellungen in der Live-Umgebung

Auf Staging-Servern wird die Indexierung absichtlich blockiert, per robots.txt oder Meta-Noindex-Tags. Wird die Website live geschaltet, ohne diese Blockierung zu entfernen, bleibt sie für Google unsichtbar. Dieser Fehler passiert häufiger, als Sie denken.

Fehler 4: Content 1:1 übernehmen ohne Verbesserung

Ein Relaunch ist die beste Gelegenheit, schwache Inhalte zu verbessern. Wer den alten Content unverändert übernimmt, verschenkt das größte Potenzial des gesamten Projekts.

Fehler 5: Mobile Experience vernachlässigen

Google indexiert ausschließlich die mobile Version einer Website (Mobile-First-Indexing). Wenn die mobile Darstellung beim Relaunch nicht mindestens gleichwertig mit Desktop ist, verlieren Sie Rankings, auch wenn die Desktop-Version perfekt aussieht.

Fehler 6: Kein Monitoring nach dem Launch

Die ersten vier Wochen nach dem Go-Live sind kritisch. Tägliches Monitoring von Rankings, Traffic, Crawl-Fehlern und Indexierung ist Pflicht. Wer den Launch macht und dann drei Wochen nicht hinschaut, bemerkt Probleme zu spät.

Fehler 7: Zu viele Veränderungen gleichzeitig

Domain wechseln, CMS wechseln, Design ändern, Content umschreiben, URL-Struktur komplett neu aufbauen, alles gleichzeitig. Das macht jede Fehleranalyse unmöglich. Wenn nach dem Launch die Rankings einbrechen, wissen Sie nicht, welche Änderung das Problem verursacht hat. Wenn möglich: große Veränderungen in Phasen umsetzen.

Muss die neue Website barrierefrei sein?

Für viele Unternehmen ja: Seit dem 28. Juni 2025 verpflichtet das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) Anbieter, die Verbrauchern online Produkte oder Dienstleistungen anbieten, zur digitalen Barrierefreiheit. Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen erbringen, sind ausgenommen. Ein Website Relaunch ist der ideale Zeitpunkt, diese Anforderungen von Anfang an in die neue Struktur zu integrieren, statt nachträglich aufwändig nachzurüsten.

Was das konkret bedeutet: Die neue Website muss die WCAG 2.1 Anforderungen auf Stufe AA erfüllen. Dazu gehören ausreichende Kontrastverhältnisse, vollständige Tastaturbedienbarkeit, korrekte Überschriftenhierarchien, Alt-Texte für Bilder und eine semantisch saubere HTML-Struktur. Ein Relaunch, der Barrierefreiheit ignoriert, verpasst die Chance, eine größere Zielgruppe zu erreichen und die SEO-Vorteile barrierefreier Websites zu nutzen.

Wie finden Sie die richtige Agentur für den Relaunch?

Ein Relaunch ist nur so gut wie das Team, das ihn umsetzt. Und hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Es gibt Agenturen, die schöne Websites bauen. Und es gibt Agenturen, die Websites bauen, die schön sind UND Kunden gewinnen. Der Unterschied liegt in der strategischen Tiefe.

Worauf Sie bei der Agenturwahl achten sollten

Fragen Sie nach konkreten Relaunch-Referenzen, nicht nach hübschen Screenshots, sondern nach messbaren Ergebnissen. Hat die Agentur Erfahrung mit SEO-Migrationen? Kann sie zeigen, dass die Rankings nach dem Relaunch stabil geblieben oder gestiegen sind? Hat sie einen dokumentierten Prozess für die URL-Migration?

Achten Sie darauf, ob die Agentur das Thema SEO von sich aus anspricht oder ob Sie danach fragen müssen. Eine gute Agentur wird die SEO-Migration als integralen Bestandteil des Relaunches behandeln, nicht als optionales Zusatzpaket.

Fragen, die Sie vor der Beauftragung stellen sollten

Wie wird die URL-Migration gehandhabt? Wer erstellt die Redirect-Map? Gibt es einen SEO-Monitoring-Plan für die Phase nach dem Launch? Welche Technologie wird eingesetzt und warum? Wie wird die Barrierefreiheit geprüft? Und: Wie messen Sie den Erfolg des Relaunches, in konkreten Zahlen, nicht in Bauchgefühl?

Weiterführende Beiträge zum Thema Website Relaunch

Dieser Leitfaden gibt Ihnen den strategischen Überblick. Die folgenden Beiträge vertiefen die einzelnen Aspekte eines erfolgreichen Website Relaunches:

Alle Ratgeber zu Kosten, Ablauf und Anbieterwahl finden Sie in der Übersicht Website erstellen lassen: alle Antworten.

Häufige Fragen zum Website Relaunch

Wie lange dauert ein Website Relaunch?

Ein professioneller Website Relaunch dauert in der Regel 8 bis 16 Wochen, abhängig von Umfang und Komplexität. Kleine Unternehmenswebsites mit 10 bis 20 Seiten lassen sich in 8 bis 10 Wochen realisieren. Größere Projekte mit umfangreicher Content-Migration, individuellen Funktionen und SEO-Strategie benötigen 12 bis 16 Wochen. Eilige Relaunches unter 6 Wochen führen fast immer zu Kompromissen bei SEO und Qualität.

Verliere ich durch einen Relaunch meine Google-Rankings?

In aller Regel nicht, wenn der Relaunch professionell geplant wird. Die größten Risiken für Ranking-Verluste sind fehlende 301-Redirects, veränderte URL-Strukturen ohne Weiterleitungen und gelöschte Inhalte, die vorher Traffic generiert haben. Mit einer sauberen SEO-Migration (inklusive Redirect-Map, Content-Erhaltung und technischem Monitoring) halten Sie das Risiko klein, und oft steigen die Positionen danach sogar.

Was kostet ein professioneller Website Relaunch?

Die Kosten hängen davon ab, wie viele Seiten umziehen, ob das System wechselt, wie viele Texte neu entstehen und welche Funktionen angebunden werden. Je mehr sich gleichzeitig ändert, desto höher der Aufwand. Entscheidend ist nicht der Preis allein, sondern was die neue Website an Anfragen bringt. Preisrahmen und Kostenbeispiele je Betriebsgröße stehen im Abschnitt „Was kostet ein Website Relaunch?“.

Sollte ich beim Relaunch auch das CMS wechseln?

Ein CMS-Wechsel im Rahmen eines Relaunches ist sinnvoll, wenn das aktuelle System technisch am Limit ist, keine Sicherheitsupdates mehr erhält oder die gewünschten Funktionen nicht unterstützt. WordPress mit modernen Page Buildern wie Bricks Builder bietet die beste Kombination aus Flexibilität, Performance und SEO-Fähigkeit. Wichtig: Ein CMS-Wechsel erhöht die Komplexität der Migration, planen Sie dafür zusätzliche Zeit und Budget ein.

Wie sichere ich meine SEO-Rankings während des Relaunches?

Die drei wichtigsten Maßnahmen: Erstens, erstellen Sie vor dem Relaunch eine vollständige Redirect-Map, die jede alte URL auf die entsprechende neue URL weiterleitet. Zweitens, erhalten Sie Content, der bei Google rankt, überarbeiten Sie ihn, aber löschen Sie ihn nicht. Drittens, überwachen Sie nach dem Launch täglich die Google Search Console auf Crawl-Fehler, Indexierungsprobleme und Ranking-Veränderungen. Zusätzlich: Reichen Sie die neue XML-Sitemap sofort nach dem Launch bei Google ein.

Was ist der Unterschied zwischen Relaunch und Redesign?

Ein Redesign beschränkt sich auf die visuelle Überarbeitung: neues Design, neue Farben, neue Bilder. Die technische Basis und die URL-Struktur bleiben unverändert. Ein Relaunch geht weiter: Er umfasst neben dem Design auch die technische Infrastruktur, die Informationsarchitektur, die Content-Strategie und oft auch einen CMS-Wechsel. Ein Relaunch ist der umfassendere und strategischere Ansatz.

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David Keiser

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David Keiser

David Keiser bringt über 11 Jahre Erfahrung im Webdesign und in der Suchmaschinenoptimierung mit. Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung erstellt.

David Keiser betrachtet abends am Monitor mehrere Seitenentwürfe

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