Dieser Artikel richtet sich an Unternehmer, die ihre Website-Texte selbst schreiben oder verbessern möchten – und dabei sowohl Menschen als auch Google überzeugen wollen.
90 % aller Website-Texte sind austauschbar. „Wir sind ein innovatives Unternehmen mit langjähriger Erfahrung” – das könnte auf jeder zweiten Website stehen. Solche Texte überzeugen weder Besucher noch Google. Gute Website-Texte dagegen verkaufen: Sie sprechen die richtige Zielgruppe an, lösen Einwände und führen zur gewünschten Handlung. In diesem Beitrag lernen Sie die Grundlagen des Website-Copywritings – praxisnah und sofort umsetzbar.
Warum die meisten Website-Texte nicht funktionieren
Die drei häufigsten Fehler bei Website-Texten:
Fehler 1: Sie reden über sich statt über den Kunden. „Wir bieten seit 20 Jahren…” Ihr Besucher interessiert sich nicht für Ihr Unternehmen. Er interessiert sich für sein Problem und ob Sie es lösen können. Drehen Sie die Perspektive: Statt „Wir erstellen Websites” besser „Ihre neue Website, die Kunden bringt”.
Fehler 2: Sie sind zu vage. „Maßgeschneiderte Lösungen für Ihren Erfolg” sagt gar nichts. Was genau tun Sie? Für wen? Mit welchem Ergebnis? Konkretheit überzeugt. „Websites für Handwerksbetriebe, die im Schnitt 30 % mehr Anfragen über Google generieren” – das ist eine Aussage.
Fehler 3: Kein Call-to-Action. Ihre Texte informieren, aber sagen dem Leser nie, was er als Nächstes tun soll. Jede Seite braucht eine klare Handlungsaufforderung.
Die 5 Grundregeln für Website-Texte, die verkaufen
1. Schreiben Sie für Ihre Zielgruppe, nicht für alle
Je spezifischer Sie Ihre Zielgruppe ansprechen, desto stärker fühlen sich die richtigen Menschen angesprochen. Ein Text, der alle ansprechen soll, spricht am Ende niemanden an. Stellen Sie sich beim Schreiben eine konkrete Person vor: Wer liest das? Was ist ihr Problem? Was will sie erreichen?
2. Headline: Ihr wichtigster Satz
80 % der Menschen lesen nur die Überschrift. Wenn die nicht überzeugt, liest niemand weiter. Eine gute Headline kommuniziert den Kernnutzen in einem Satz. Nicht „Unsere Dienstleistungen” sondern „Webdesign, das Kunden bringt – nicht nur gut aussieht”.
Formeln für starke Headlines:
- Problem + Lösung: „Ihre Website bringt keine Anfragen? Das ändern wir.”
- Konkreter Nutzen: „Mehr Kundenanfragen über Google – ohne Werbebudget”
- Frage: „Warum gewinnt Ihr Mitbewerber die Kunden, die Sie verlieren?”
3. Benefits statt Features
Features beschreiben, was etwas ist. Benefits beschreiben, was der Kunde davon hat. Menschen kaufen keine Features – sie kaufen Ergebnisse, Gefühle und Lösungen.
Statt „Responsive Webdesign mit WordPress” → „Ihre Website funktioniert auf jedem Gerät perfekt – damit kein mobiler Besucher verloren geht.” Statt „SEO-Optimierung inklusive” → „Sie werden bei Google gefunden, wenn potenzielle Kunden nach Ihrem Angebot suchen.”
4. Einwände vorwegnehmen
Jeder potenzielle Kunde hat Einwände: Ist das zu teuer? Kann ich dem vertrauen? Funktioniert das bei mir? Gute Website-Texte nehmen diese Einwände vorweg und entkräften sie – bevor der Besucher sie ausspricht.
Typische Einwände und wie Sie sie im Text adressieren:
- „Ist das seriös?” → Kundenstimmen, Referenzen, Zahlen
- „Was kostet das?” → Preistransparenz, Vergleich mit Alternativen
- „Klappt das bei mir?” → Fallstudien aus ähnlichen Branchen
- „Warum gerade die?” → USP klar kommunizieren
5. Klare Call-to-Actions in jedem Abschnitt
Sagen Sie dem Leser nach jedem inhaltlichen Block, was er als Nächstes tun kann. Nicht erst ganz unten auf der Seite – da sind die meisten schon weg. Ein CTA nach der Einleitung, einer in der Mitte und einer am Ende sind ein guter Richtwert.
SEO und Copywriting: Kein Widerspruch
Gute Website-Texte überzeugen Menschen UND Google gleichzeitig. Der Trick: Schreiben Sie zuerst für den Menschen und optimieren Sie dann für Suchmaschinen – nicht umgekehrt.
- Keyword natürlich integrieren: Ihr Hauptkeyword gehört in die Headline, die ersten 100 Wörter und in Zwischenüberschriften – aber nur, wenn es natürlich klingt
- Fragen beantworten: Google liebt Inhalte, die konkrete Fragen beantworten. Nutzen Sie FAQ-Abschnitte und beantworten Sie die häufigsten Fragen Ihrer Zielgruppe
- Struktur nutzen: H2- und H3-Überschriften helfen Google, Ihre Inhalte zu verstehen – und helfen Lesern, die den Text scannen
- Interne Links setzen: Verlinken Sie auf verwandte Seiten und Beiträge Ihrer Website
Mehr zu den SEO-Grundlagen für kleine Unternehmen finden Sie in unserem ausführlichen Leitfaden.
Texte für die wichtigsten Seiten
Startseite: Klare Headline mit Kernversprechen, 3–5 Vorteile auf einen Blick, Social Proof, sichtbarer CTA. Nicht versuchen, alles zu erzählen – sondern zum Weiterklicken motivieren.
Leistungsseiten: Problem → Lösung → Beweis → CTA. Beschreiben Sie zuerst das Problem Ihrer Zielgruppe, dann wie Sie es lösen, untermauern Sie es mit Beweisen (Fallstudien, Zahlen) und schließen Sie mit einer Handlungsaufforderung.
Über-uns-Seite: Nicht nur Fakten, sondern Geschichte und Werte. Warum gibt es Ihr Unternehmen? Was treibt Sie an? Zeigen Sie Gesichter und machen Sie Ihr Unternehmen menschlich.
Kontaktseite: Keine Hürden aufbauen. Telefonnummer sichtbar, Formular kurz, Antwortzeit kommunizieren. „Wir melden uns innerhalb von 24 Stunden” senkt die Hemmschwelle.
Häufig gestellte Fragen
Sollte ich meine Website-Texte siezen oder duzen?
Das hängt von Ihrer Zielgruppe und Branche ab. Im B2B-Bereich und bei traditionelleren Branchen (Recht, Finanzen, Handwerk) ist Siezen Standard. Im B2C-Bereich und bei jüngeren Zielgruppen kann Duzen passender sein. Wichtig: Bleiben Sie konsistent – nicht auf einer Seite siezen und auf der nächsten duzen.
Wie lang sollten Website-Texte sein?
So lang wie nötig, so kurz wie möglich. Für eine Leistungsseite reichen oft 400–800 Wörter. Für einen ausführlichen Ratgeber-Beitrag (wie diesen hier) sind 1.500–2.500 Wörter sinnvoll, wenn der Inhalt es hergibt. Die Faustregel: Wenn jeder Satz einen Mehrwert liefert, ist der Text nicht zu lang.
Kann ich KI-Tools wie ChatGPT für meine Website-Texte nutzen?
Als Ausgangsbasis und für Ideen ja – aber nie als Endfassung übernehmen. KI-generierte Texte sind oft generisch, vage und klingen nach „jedem und niemandem”. Ihre Website-Texte sollten Ihre Stimme, Ihre Erfahrung und Ihre Perspektive widerspiegeln. Nutzen Sie KI als Werkzeug, aber investieren Sie Zeit in die menschliche Überarbeitung.
Fazit: Ihre Website-Texte sind Ihr bester Verkäufer
Die Texte auf Ihrer Website arbeiten 24/7 für Sie – wenn sie gut sind. Investieren Sie die Zeit, Ihre Botschaft klar zu formulieren, Ihre Zielgruppe direkt anzusprechen und konkrete Handlungsaufforderungen zu setzen. Gute Texte kosten nichts extra, bringen aber deutlich mehr Anfragen.
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