Website selber machen oder machen lassen – warum die günstigere Option Sie am Ende teurer kommt
Die Frage, ob Sie Ihre Website selber machen oder machen lassen sollten, stellen sich jedes Jahr Tausende Unternehmer. Die Antwort scheint einfach: Wix kostet 17 Euro im Monat, eine Agentur 5.000 Euro aufwärts. Warum also nicht selbst machen? Weil diese Rechnung einen entscheidenden Faktor ignoriert – Ihre Zeit. Wenn Sie als Unternehmer 40 Stunden in eine DIY-Website investieren und Ihr Stundensatz bei 80 Euro liegt, haben Sie 3.200 Euro an Opportunitätskosten verbrannt. Für eine Website, die vermutlich weder bei Google rankt noch Anfragen generiert.
Die ehrliche Antwort auf die Frage Website selber machen oder machen lassen hängt von drei Faktoren ab: Ihrem Geschäftsmodell, Ihren Zielen und Ihrer Bereitschaft, langfristig in Ihre Online-Präsenz zu investieren. Ein Hobbyblog braucht keine Agentur. Ein Unternehmen, das über seine Website Kunden gewinnen will, braucht mehr als ein Baukastensystem.
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Die wahren Kosten einer DIY-Website: Was Baukästen verschweigen
Wix, Squarespace und Jimdo werben mit Preisen ab 10 bis 50 Euro im Monat. Das stimmt – für die reine Plattformgebühr. Was in keiner Werbung steht: Ein professionelles Template kostet zusätzlich 50 bis 200 Euro. Ein eigenes Logo und Branding weitere 200 bis 1.000 Euro. SEO-Grundeinrichtung, die über das hinausgeht, was der Baukasten automatisch macht, erfordert Fachwissen, das die meisten Unternehmer nicht haben.
Der größte Kostenfaktor ist und bleibt die Zeit. Laut einer Erhebung von Clutch benötigen Einsteiger 40 bis 120 Stunden für eine halbwegs vorzeigbare Website. Erfahrene Nutzer schaffen es in 20 bis 40 Stunden. Multiplizieren Sie diese Stunden mit Ihrem realistischen Stundensatz – und die angeblich günstige DIY-Lösung entpuppt sich als teure Beschäftigungstherapie.
Dazu kommt ein Punkt, den niemand gerne hört: Eine selbstgebaute Website sieht in 90 Prozent der Fälle auch selbstgebaut aus. Kunden registrieren das – bewusst oder unbewusst. Vertrauen entsteht in den ersten drei Sekunden eines Website-Besuchs. Wenn Ihre Website wie ein Baukasten-Projekt aussieht, kommuniziert sie: Dieses Unternehmen investiert nicht in Qualität.
Was eine professionelle Website wirklich kostet – und warum der Preis relativ ist
Eine professionelle Unternehmenswebsite liegt 2026 im Bereich von 3.000 bis 10.000 Euro. Für komplexere Projekte mit Onlineshop, Mehrsprachigkeit oder Schnittstellen zu CRM-Systemen bewegen sich die Kosten zwischen 10.000 und 20.000 Euro. Das klingt nach viel Geld – bis man es in Relation setzt.
Ein einziger Neukunde, der über die Website kommt, kann je nach Branche einen Umsatz von 2.000 bis 50.000 Euro bringen. Eine Website, die über SEO monatlich fünf bis zehn qualifizierte Anfragen generiert, amortisiert sich innerhalb weniger Monate. Die Frage ist nicht, ob Sie sich eine professionelle Website leisten können – die Frage ist, ob Sie es sich leisten können, auf die Anfragen zu verzichten, die eine professionelle Website bringt.
Laufende Kosten gehören ebenfalls zur ehrlichen Rechnung: Hosting liegt bei 10 bis 50 Euro monatlich, technische Wartung bei 50 bis 300 Euro, und wer ernsthaft über Google gefunden werden will, investiert 700 bis 2.500 Euro monatlich in SEO-Betreuung. Das sind keine Ausgaben – das sind Investitionen in einen Vertriebskanal, der rund um die Uhr arbeitet.
Wann ein Baukasten Sinn macht – und wann nicht
Es gibt Situationen, in denen eine DIY-Website die richtige Wahl ist. Ein Freelancer, der gerade startet und noch kein Budget hat, fährt mit einer sauberen Squarespace-Seite besser als mit gar keiner Online-Präsenz. Ein Verein, der seine Mitglieder informieren will, braucht keine 8.000-Euro-Website. Ein Testprojekt, das erst validiert werden muss, bevor investiert wird, kann mit einem Baukasten starten.
Sobald aber Kundengewinnung über die Website ein Ziel ist, stößt jeder Baukasten an seine Grenzen. Die technische SEO-Optimierung ist eingeschränkt, die Ladezeiten sind durch den überladenen Code des Baukastens höher, und die Individualisierung endet dort, wo das Template aufhört. Google erkennt Baukasten-Websites – und rankt sie in umkämpften Branchen systematisch schlechter als individuell entwickelte Seiten.
Die Faustregel: Wenn Ihre Website Ihr wichtigstes Akquise-Instrument ist, gehört sie in professionelle Hände. Wenn sie nur eine digitale Visitenkarte sein soll, reicht ein Baukasten. Die Entscheidung hängt davon ab, welche Rolle die Website in Ihrem Geschäftsmodell spielt.
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WordPress als Mittelweg: Flexibel, professionell und zukunftssicher
WordPress vereint die Vorteile beider Welten. Das System ist kostenlos, die Hosting-Kosten beginnen bei 10 Euro monatlich, und mit einem professionellen Theme oder Page Builder wie Bricks Builder lassen sich Websites auf Agentur-Niveau erstellen. Der Unterschied: WordPress gehört Ihnen. Sie sind nicht an einen Baukasten-Anbieter gebunden, der morgen seine Preise verdoppeln oder den Dienst einstellen kann.
Mit Bricks Builder als Page Builder erreichen WordPress-Websites Ladezeiten, die 40 bis 60 Prozent unter denen von Baukasten-Websites liegen. Der Code ist sauber, die Seite ist vollständig individualisierbar, und die SEO-Möglichkeiten sind praktisch unbegrenzt. In Kombination mit Rank Math als SEO-Plugin und WP Rocket für die Performance entsteht eine technische Basis, die jeder Baukasten-Lösung überlegen ist.
Der Haken: WordPress erfordert technisches Know-how für die Einrichtung, Wartung und Sicherheit. Selbst installieren und konfigurieren ist möglich, aber zeitaufwändig und fehleranfällig. Die effizienteste Lösung ist eine professionelle Ersteinrichtung durch eine Agentur – und dann die eigenständige Pflege der Inhalte über das WordPress-Backend.
Versteckte Kosten, die beide Varianten betreffen
Ob DIY oder Agentur – bestimmte Kosten fallen in jedem Fall an. Eine eigene Domain kostet 10 bis 20 Euro pro Jahr. Ein SSL-Zertifikat ist bei den meisten Hostern inklusive, bei manchen kostet es 50 bis 100 Euro jährlich. Professionelle Fotos für die Website schlagen mit 500 bis 2.000 Euro zu Buche – und sind eine der besten Investitionen überhaupt, weil authentische Bilder mehr Vertrauen schaffen als jedes Stockfoto.
Texte sind der unterschätzteste Kostenfaktor. Eine Business-Website mit zehn Seiten benötigt 5.000 bis 15.000 Wörter an professionellem Content. Wer das selbst schreibt, investiert 20 bis 40 Stunden. Wer einen Texter beauftragt, zahlt 1.500 bis 5.000 Euro. In beiden Fällen gilt: Guter Content ist der wichtigste Faktor für Google-Rankings und Conversion. Hier zu sparen ist die teuerste Sparmaßnahme.
DSGVO-Konformität ist keine Option, sondern Pflicht. Cookie-Banner, Datenschutzerklärung, Impressum und sichere Kontaktformulare müssen eingerichtet und regelmäßig aktualisiert werden. Bei DIY-Lösungen liegt die Verantwortung komplett bei Ihnen – ein Risiko, das viele Unternehmer unterschätzen.
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Die vier häufigsten Fehler bei der Entscheidung
Fehler Nummer eins: Nur die direkten Kosten vergleichen. Die monatliche Gebühr eines Baukastens mit dem Einmalpreis einer Agentur zu vergleichen ist, als würde man die Leasingrate eines Kleinwagens mit dem Kaufpreis eines Firmenwagens vergleichen. Beide haben ihren Zweck – aber der Vergleich ergibt nur Sinn, wenn alle Kosten über den gleichen Zeitraum betrachtet werden.
Fehler Nummer zwei: Die eigene Zeit als kostenlos betrachten. Jede Stunde, die ein Unternehmer in Website-Basteleien investiert, fehlt im Kerngeschäft. Bei einem Stundensatz von 80 Euro und 60 Stunden DIY-Aufwand sind das 4.800 Euro – mehr als eine solide professionelle Website kosten würde.
Fehler Nummer drei: SEO ignorieren. Eine schöne Website, die niemand findet, ist wertlos. Über 90 Prozent aller Online-Erfahrungen beginnen mit einer Suchmaschine. Wer bei der Website-Erstellung nicht von Anfang an an SEO denkt, baut ein Geschäft auf Sand.
Fehler Nummer vier: Den billigsten Anbieter wählen. Eine Website für 500 Euro von einem Freelancer auf Fiverr mag verlockend klingen. Aber wenn diese Website keine Anfragen generiert, keine Updates erhält und nach sechs Monaten gehackt wird, war sie die teuerste Entscheidung des Jahres.
Die Entscheidungsmatrix: Welche Option passt zu Ihnen?
Wenn Sie gerade gründen, ein Budget unter 1.000 Euro haben und die Website primär als digitale Visitenkarte nutzen, starten Sie mit einem Baukasten. Squarespace bietet das beste Preis-Design-Verhältnis, Wix die größte Flexibilität. Planen Sie aber von Anfang an den Umstieg auf WordPress, sobald Ihr Geschäft Fahrt aufnimmt.
Wenn Sie ein etabliertes Unternehmen führen und Ihre Website Kunden gewinnen soll, investieren Sie in eine professionelle WordPress-Website. Die Investition von 3.000 bis 10.000 Euro ist überschaubar im Vergleich zum Ertragspotenzial einer Website, die bei Google auf Seite eins rankt und monatlich qualifizierte Anfragen generiert.
Wenn Sie komplexe Anforderungen haben – Onlineshop, Mehrsprachigkeit, Schnittstellen zu bestehenden Systemen – führt kein Weg an einer professionellen Umsetzung vorbei. Hier liegen die Kosten bei 10.000 bis 20.000 Euro, aber der Return on Investment ist bei richtiger Umsetzung ein Vielfaches davon.
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Was kostet eine professionelle Website 2026?
Eine professionelle Unternehmenswebsite mit individuellem Design, SEO-Grundeinrichtung und responsiver Umsetzung liegt 2026 bei 3.000 bis 10.000 Euro. Komplexere Projekte mit E-Commerce-Funktionalität, Mehrsprachigkeit oder individuellen Schnittstellen bewegen sich zwischen 10.000 und 20.000 Euro. Laufende SEO-Betreuung kostet zwischen 700 und 2.500 Euro monatlich, technische Wartung zwischen 50 und 300 Euro. Diese Investition amortisiert sich bei richtiger Umsetzung durch die gewonnenen Kunden innerhalb weniger Monate.
Kann ich mit einem Baukasten bei Google auf Seite eins ranken?
Theoretisch ja, praktisch selten. In Nischen mit wenig Wettbewerb ist ein Seite-eins-Ranking auch mit einem Baukasten möglich. In umkämpften Branchen und Städten fehlen Baukasten-Websites die technischen Voraussetzungen: Die Ladezeiten sind zu hoch, die SEO-Einstellungen zu eingeschränkt und der Code zu aufgebläht. Eine individuell entwickelte WordPress-Website bietet hier deutlich bessere Chancen.
Wie lange dauert die Erstellung einer professionellen Website?
Von der Konzeption bis zum Launch vergehen typischerweise vier bis acht Wochen. Der größte Zeitfaktor ist dabei nicht die technische Umsetzung, sondern die Content-Erstellung und das Feedback des Kunden. Wer die Inhalte vor Projektstart vorbereitet und schnell auf Entwürfe reagiert, kann den Zeitraum auf drei bis vier Wochen verkürzen. Eine DIY-Website dauert oft genauso lang – verteilt auf Abende und Wochenenden über mehrere Monate.
Was passiert, wenn ich von einem Baukasten zu WordPress wechseln will?
Der Wechsel von einem Baukasten zu WordPress ist technisch machbar, aber aufwändig. Inhalte, Bilder und Texte müssen manuell übertragen werden, da Baukästen proprietäre Systeme nutzen, die keinen sauberen Export ermöglichen. Das Design muss komplett neu erstellt werden. Rechnen Sie mit einem Aufwand, der dem einer Neuerstellung entspricht – mit dem Vorteil, dass die Inhalte bereits existieren und nur optimiert werden müssen.


