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Core Web Vitals – Die Google-Metriken für eine perfekte Nutzererfahrung

Was sind Core Web Vitals und warum sind sie für Ihre Website entscheidend

Core Web Vitals sind ein Satz von drei standardisierten Metriken, die Google definiert hat, um die Nutzererfahrung auf Websites messbar und vergleichbar zu machen. Diese Metriken bewerten die Ladegeschwindigkeit, die Interaktivität und die visuelle Stabilität einer Seite aus der Perspektive des tatsächlichen Nutzers. Seit 2021 sind die Core Web Vitals ein offizieller Ranking-Faktor in der Google-Suche und beeinflussen direkt, wie gut Ihre Website in den Suchergebnissen platziert wird. Sie sind damit nicht nur ein technisches Qualitätsmerkmal, sondern ein geschäftsrelevanter Erfolgsfaktor.

Die Bedeutung der Core Web Vitals geht über das reine Ranking hinaus. Websites, die bei diesen Metriken gute Werte erzielen, bieten ihren Besuchern nachweislich eine bessere Nutzererfahrung, was sich in niedrigeren Absprungraten, höherer Verweildauer und besseren Conversion Rates niederschlägt. Google hat in eigenen Studien gezeigt, dass Websites, die alle drei Core Web Vitals im grünen Bereich haben, 24 Prozent weniger Seitenabbrüche während des Ladens verzeichnen. Für Unternehmen, die in ihre digitale Präsenz investieren, ist die Optimierung der Core Web Vitals daher eine der wirkungsvollsten Massnahmen zur Verbesserung sowohl der Rankings als auch der geschäftlichen Ergebnisse.

Largest Contentful Paint (LCP) – Die Ladegeschwindigkeit messen

Der Largest Contentful Paint misst die Zeit, die vergeht, bis das grösste sichtbare Inhaltselement im Viewport vollständig geladen ist. Dieses Element ist typischerweise ein Bild, ein Video-Poster oder ein grosser Textblock. LCP erfasst damit den Moment, in dem der Nutzer den Eindruck gewinnt, dass die Seite geladen ist und der Hauptinhalt sichtbar wird. Google bewertet einen LCP von unter 2,5 Sekunden als gut, zwischen 2,5 und 4 Sekunden als verbesserungswürdig und über 4 Sekunden als schlecht.

Die häufigsten Ursachen für einen schlechten LCP-Wert sind langsame Server-Antwortzeiten, unkomprimierte oder zu grosse Bilder, render-blockierendes CSS und JavaScript sowie fehlendes Browser-Caching. Zur Optimierung sollten Sie zunächst die Server-Antwortzeit verbessern, etwa durch leistungsstärkeres Hosting oder serverseitiges Caching. Bilder sollten in modernen Formaten wie WebP bereitgestellt, komprimiert und in der richtigen Grösse ausgeliefert werden. Kritisches CSS sollte inline eingebettet und nicht benötigtes CSS und JavaScript nachgeladen werden. Ein Content Delivery Network kann die Auslieferung statischer Inhalte beschleunigen und den LCP-Wert verbessern.

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Interaction to Next Paint (INP) – Die Reaktionsfähigkeit bewerten

Interaction to Next Paint hat im März 2024 den First Input Delay als Core Web Vital abgelöst und misst die Reaktionsfähigkeit einer Website auf Nutzerinteraktionen. Während FID nur die Verzögerung bei der ersten Interaktion mass, bewertet INP die Responsivität über den gesamten Seitenbesuch hinweg. INP erfasst die Zeit von einer Nutzerinteraktion wie einem Klick, Tippen oder Tastendruck bis zum nächsten visuellen Update auf dem Bildschirm. Google bewertet einen INP von unter 200 Millisekunden als gut, zwischen 200 und 500 Millisekunden als verbesserungswürdig und über 500 Millisekunden als schlecht.

Ein schlechter INP-Wert entsteht typischerweise durch lange JavaScript-Ausführungszeiten, die den Haupt-Thread des Browsers blockieren. Wenn ein Nutzer auf einen Button klickt und der Browser gerade ein umfangreiches Script ausführt, muss die Verarbeitung der Nutzeraktion warten, bis das Script beendet ist. Zur Optimierung sollten Sie lange JavaScript-Tasks in kleinere Einheiten aufteilen, nicht benötigtes JavaScript verzögert laden und komplexe Berechnungen in Web Worker auslagern. Third-Party-Scripts wie Analytics, Chat-Widgets und Werbe-Tracker sind häufige Verursacher schlechter INP-Werte und sollten auf ihre Notwendigkeit und ihre Performance-Auswirkungen überprüft werden.

Cumulative Layout Shift (CLS) – Die visuelle Stabilität sichern

Der Cumulative Layout Shift misst die visuelle Stabilität einer Seite, indem er unerwartete Layoutverschiebungen während des gesamten Seitenbesuchs erfasst. Eine Layoutverschiebung tritt auf, wenn ein sichtbares Element seine Position verändert, ohne dass der Nutzer eine Interaktion ausgelöst hat. Das klassische Beispiel ist ein Text, der plötzlich nach unten springt, weil darüber ein Bild oder eine Werbeanzeige nachgeladen wird. Google bewertet einen CLS-Wert von unter 0,1 als gut, zwischen 0,1 und 0,25 als verbesserungswürdig und über 0,25 als schlecht.

Layoutverschiebungen sind besonders frustrierend für Nutzer, wenn sie gerade auf einen Button oder Link klicken wollen und das Ziel durch eine plötzliche Verschiebung aus dem Klickbereich rutscht. Die häufigsten Ursachen sind Bilder und Videos ohne definierte Abmessungen, dynamisch eingeblendete Inhalte wie Cookie-Banner oder Werbung, nachgeladene Webfonts, die einen Textreflow auslösen, und Elemente, die oberhalb bestehender Inhalte eingefügt werden. Zur Optimierung definieren Sie feste Abmessungen für alle Medienelemente, reservieren Sie Platz für dynamische Inhalte, verwenden Sie die CSS-Eigenschaft font-display swap für Webfonts und laden Sie Werbeanzeigen mit festen Platzhaltern.

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Core Web Vitals messen und überwachen

Google bietet verschiedene kostenlose Tools zur Messung der Core Web Vitals an. Die Google Search Console enthält einen dedizierten Core-Web-Vitals-Bericht, der auf echten Nutzungsdaten basiert und zeigt, wie viele Ihrer Seiten die Schwellenwerte erfüllen. PageSpeed Insights analysiert einzelne URLs und liefert sowohl Felddaten von echten Nutzern als auch Labordaten aus simulierten Tests. Das Chrome DevTools Lighthouse-Panel ermöglicht detaillierte Performance-Analysen während der Entwicklung.

Der Chrome User Experience Report, auch CrUX genannt, ist die Datenquelle, die Google für die Ranking-Bewertung der Core Web Vitals verwendet. Diese Daten stammen von echten Chrome-Nutzern, die Ihre Website besuchen, und spiegeln daher die tatsächliche Nutzererfahrung wider. Labordaten aus Tools wie Lighthouse sind hilfreich für die Diagnose und Optimierung, aber die Felddaten aus CrUX sind massgeblich für das Ranking. Überwachen Sie die Core Web Vitals regelmässig in der Search Console und richten Sie Benachrichtigungen ein, um bei Verschlechterungen schnell reagieren zu können.

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Was kostet die Optimierung der Core Web Vitals

Die Optimierung der Core Web Vitals ist ein technisch anspruchsvolles Projekt, dessen Umfang von der aktuellen Performance und der Komplexität der Website abhängt. Bei der Erstellung einer neuen Website, die zwischen 3.000 und 10.000 Euro kostet, werden die Core Web Vitals von Anfang an als Designkriterium berücksichtigt, sodass die Website bereits bei der Auslieferung gute Werte erzielt. Für komplexe Webprojekte im Bereich von 10.000 bis 20.000 Euro umfasst die Performance-Optimierung detaillierte Ladezeit-Audits und massgeschneiderte technische Lösungen.

Die laufende Überwachung und Optimierung der Core Web Vitals gehört zum Standardumfang einer professionellen SEO-Betreuung, die zwischen 700 und 2.500 Euro pro Monat kostet. Im Rahmen der Website-Wartung, die zwischen 50 und 300 Euro pro Monat kostet, werden technische Updates durchgeführt, die die Performance erhalten und verbessern. Da die Core Web Vitals ein offizieller Ranking-Faktor sind, ist ihre Optimierung eine der investitionswürdigsten SEO-Massnahmen mit einem direkten und messbaren Einfluss auf die Suchmaschinenplatzierung.

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Häufig gestellte Fragen zu Core Web Vitals

Wie stark beeinflussen Core Web Vitals mein Ranking?

Core Web Vitals sind ein bestätigter Ranking-Faktor, jedoch einer unter vielen. Google hat betont, dass die Relevanz und Qualität des Inhalts weiterhin die wichtigsten Ranking-Signale sind. Bei ansonsten gleichwertigen Seiten können die Core Web Vitals jedoch den Ausschlag geben. Der grösste Vorteil guter Core Web Vitals liegt in den indirekten Effekten: bessere Nutzererfahrung führt zu niedrigeren Absprungraten und höherer Verweildauer, was wiederum positive Ranking-Signale erzeugt.

Welche Core Web Vitals Werte hat meine Website aktuell?

Die einfachste Methode zur Überprüfung ist die Eingabe Ihrer URL bei PageSpeed Insights unter pagespeed.web.dev. Dieses kostenlose Google-Tool zeigt Ihnen sowohl die Felddaten echter Nutzer als auch detaillierte Labormessungen. Für eine Gesamtübersicht aller Seiten nutzen Sie den Core-Web-Vitals-Bericht in der Google Search Console, der zwischen guten, verbesserungswürdigen und schlechten URLs unterscheidet.

Kann ich Core Web Vitals ohne technisches Wissen optimieren?

Einige grundlegende Optimierungen können auch ohne tiefgreifende technische Kenntnisse durchgeführt werden, etwa die Komprimierung von Bildern oder die Installation eines Caching-Plugins bei WordPress. Für eine umfassende Optimierung, insbesondere bei INP- und CLS-Problemen, ist jedoch technisches Fachwissen erforderlich, da die Ursachen häufig in der Code-Struktur, der JavaScript-Architektur oder der Server-Konfiguration liegen. Eine professionelle Performance-Optimierung durch einen erfahrenen Webentwickler liefert in der Regel die besten und nachhaltigsten Ergebnisse.

Werden die Core Web Vitals in Zukunft geändert?

Google entwickelt die Core Web Vitals kontinuierlich weiter. Der Wechsel von First Input Delay zu Interaction to Next Paint im März 2024 zeigt, dass Google die Metriken anpasst, wenn bessere Messmethoden verfügbar werden. Google kündigt solche Änderungen jedoch stets mehrere Monate im Voraus an und gibt Website-Betreibern ausreichend Zeit zur Anpassung. Die grundlegenden Dimensionen Ladegeschwindigkeit, Interaktivität und visuelle Stabilität werden voraussichtlich auch in Zukunft die Eckpfeiler der Bewertung bilden.

Fehler Nummer eins: Nur Labordaten optimieren und Felddaten ignorieren

Viele Website-Betreiber optimieren ihre Core Web Vitals ausschliesslich anhand von Lighthouse-Testergebnissen und übersehen, dass Google für das Ranking die Felddaten aus dem Chrome User Experience Report verwendet. Labordaten werden unter kontrollierten Bedingungen gemessen und können sich erheblich von den Werten unterscheiden, die echte Nutzer mit unterschiedlichen Geräten und Internetverbindungen erleben. Optimieren Sie immer mit Blick auf die Felddaten in der Google Search Console und nutzen Sie Labordaten nur als Diagnosewerkzeug zur Identifikation konkreter Optimierungsmassnahmen.

Fehler Nummer zwei: Third-Party-Scripts unkontrolliert einbinden

Analytics-Tools, Chat-Widgets, Social-Media-Einbindungen, Werbetracker und andere Drittanbieter-Scripts sind eine der häufigsten Ursachen für schlechte Core Web Vitals. Jedes externe Script muss vom Browser geladen und ausgeführt werden und konkurriert mit Ihrem eigenen Code um Bandbreite und Rechenleistung. Überprüfen Sie regelmässig alle eingebundenen Third-Party-Scripts auf ihre Notwendigkeit und ihren Performance-Einfluss. Laden Sie nicht kritische Scripts verzögert und verwenden Sie Resource Hints wie preconnect und dns-prefetch, um den Verbindungsaufbau zu beschleunigen.

Fehler Nummer drei: Bilder ohne definierte Abmessungen einbinden

Das Einbinden von Bildern ohne explizite Breiten- und Höhenangaben im HTML ist eine der häufigsten Ursachen für schlechte CLS-Werte. Ohne diese Angaben kann der Browser den benötigten Platz für das Bild nicht reservieren, und wenn das Bild schliesslich geladen wird, verschiebt es den gesamten darunter liegenden Inhalt. Fügen Sie jedem img-Element die Attribute width und height hinzu oder verwenden Sie CSS aspect-ratio, damit der Browser den korrekten Platz reserviert, bevor das Bild geladen ist. Diese einfache Massnahme kann den CLS-Wert einer Seite dramatisch verbessern.

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Autor

David Keiser

David Keiser bringt über 10 Jahre Erfahrung im Webdesign und der Suchmaschinenoptimierung mit und gilt als ausgewiesener Experte aus Recklinghausen.

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