Technisches SEO: Warum 70 Prozent aller Unternehmens-Websites Sichtbarkeit verlieren, ohne es zu merken
Sie investieren in Content. Sie zahlen für Google Ads. Sie kümmern sich um Backlinks. Und trotzdem bleibt der organische Traffic aus. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass die Ursache woanders liegt – an einem unsichtbaren Hebel, den 70 Prozent aller Unternehmens-Websites systematisch ignorieren.
Technisches SEO ist die Grundlage, auf der jede Content-Strategie und jeder Linkaufbau aufbauen. Wer hier Mängel hat, verliert messbar 30 bis 50 Prozent seines möglichen organischen Traffics – egal, wie gut die Texte sind oder wie viele Backlinks die Domain hat. Das ist nicht eine Frage von Talent. Es ist eine Frage von Technik.
Hier ist der Punkt. Google bewertet seit dem Core Update von Dezember 2025 technische Signale stärker als je zuvor. Page Experience, Core Web Vitals mit der neuen INP-Metrik, mobile Optimierung und strukturierte Daten sind 2026 keine Bonus-Punkte mehr – sie sind Eintrittskarten. Eine Website, die diese Eintrittskarten nicht hat, wird nicht ins Spielfeld gelassen.
Dieser Leitfaden zeigt Ihnen die sieben Säulen des technischen SEO, die häufigsten Fehler, die Tools, mit denen Sie in 30 Minuten Ihre eigene Website prüfen können – und ein Priorisierungs-Framework, das Ihnen sagt, welche Maßnahmen den höchsten Return-on-Investment bringen.
Was technisches SEO konkret bedeutet – und wo es aufhört
Technisches SEO umfasst alle Optimierungen an der technischen Infrastruktur einer Website, die ihre Crawlbarkeit, Indexierbarkeit, Performance und Nutzerfreundlichkeit verbessern. Das Ziel: Suchmaschinen können die Website effizient lesen, verstehen und ranken. Nutzer erleben sie als schnell, sicher und barrierefrei.
Die Abgrenzung zu anderen SEO-Disziplinen ist wichtig, damit Sie wissen, wo Sie Schwerpunkte setzen sollten.
Technisches SEO vs. OnPage-SEO vs. OffPage-SEO
OnPage-SEO bezieht sich auf inhaltliche Optimierungen einer Seite: Keyword-Recherche, Heading-Struktur, Meta-Tags, interne Verlinkung, Bildoptimierung. OffPage-SEO umfasst alles außerhalb Ihrer Domain – vor allem Backlinks von anderen Websites. Technisches SEO bildet die Brücke: Es sorgt dafür, dass Ihre OnPage- und OffPage-Maßnahmen überhaupt von Google wahrgenommen werden können.
Eine inhaltlich brillante Seite, die wegen langsamer Ladezeit nicht gecrawlt wird, ist für Suchmaschinen unsichtbar. Hochwertige Backlinks auf eine Seite mit defekter Indexierung sind verschwendete Investitionen. Technisches SEO ist nicht das Sahnehäubchen – es ist das Fundament.
Die sieben Säulen des technischen SEO 2026
Diese sieben Bereiche entscheiden, ob Ihre Website von Google effektiv gelesen, bewertet und gerankt werden kann. Schwächen in einer Säule können den Effekt aller anderen Maßnahmen halbieren.
Säule 1: Crawlbarkeit – kann Google Ihre Website lesen?
Crawlbarkeit beschreibt, ob und wie effizient Suchmaschinen-Bots Ihre Seiten erreichen können. Die robots.txt-Datei steuert den Zugang. XML-Sitemaps zeigen Google, welche Seiten indexiert werden sollen. Eine saubere interne Verlinkung ermöglicht es dem Bot, von einer Seite zur nächsten zu navigieren.
Häufiges Problem: Versehentlich blockierte Bereiche durch fehlerhafte robots.txt-Einträge. Bei einem unserer Audits 2025 fand sich eine Disallow-Anweisung, die seit drei Jahren 80 Prozent der wichtigsten Service-Seiten vom Crawling ausschloss. Das Unternehmen verlor monatlich vierstellig an Anfragen, ohne den Grund zu kennen.
Säule 2: Indexierbarkeit – wird Ihre Website auch wirklich aufgenommen?
Crawling allein reicht nicht. Google muss die Seite auch in den Index aufnehmen. Hier entscheidet das Zusammenspiel aus Meta-Robots-Tags, Canonical-URLs, hreflang-Anweisungen bei mehrsprachigen Sites und der Vermeidung von Duplicate Content.
Klassischer Fehler: noindex-Tags, die nach einem Relaunch nicht entfernt wurden. Eine ganze Produktkategorie wird vom Index ausgeschlossen, niemand merkt es. Erst die Search Console zeigt Wochen später, dass Sichtbarkeit verloren ging.
Säule 3: Site Speed und Core Web Vitals 2026
Ladegeschwindigkeit ist seit 2021 offizieller Ranking-Faktor. 2026 hat Google die Anforderungen verschärft. Die Core Web Vitals bestehen aus drei Metriken, die jeweils einen klaren Schwellenwert für „gut” haben.
- Largest Contentful Paint (LCP): Wann ist das größte sichtbare Element geladen? Zielwert: unter 2,5 Sekunden.
- Interaction to Next Paint (INP): Wie schnell reagiert die Seite auf Nutzerinteraktionen? Zielwert: unter 200 Millisekunden. INP hat im März 2024 die alte FID-Metrik vollständig ersetzt.
- Cumulative Layout Shift (CLS): Wie stabil ist das Layout während des Ladens? Zielwert: unter 0,1.
Eine Website, die diese Schwellenwerte nicht erreicht, wird systematisch schlechter bewertet als eine, die sie schafft. Bei vergleichbaren Mitbewerbern entscheidet die Performance über Position 3 oder Position 12.
Säule 4: Mobile-First-Indexierung
Google indexiert seit 2019 primär die mobile Version einer Website. Wenn Ihre mobile Darstellung Inhalte versteckt, anders strukturiert oder schlechter performt als die Desktop-Variante, ranken Sie unter Ihrem Potenzial. Responsive Design ist Pflicht – aber Responsive allein reicht nicht. Mobile-First bedeutet: Die mobile Version muss vollständig, schnell und nutzerfreundlich sein.
Praxis-Test: Öffnen Sie Ihre Website auf einem Smartphone mit langsamer 4G-Verbindung. Wie lange dauert es, bis Sie den ersten Call-to-Action sehen? Wenn die Antwort über drei Sekunden liegt, verlieren Sie Conversions.
Säule 5: HTTPS und Sicherheit
SSL-Verschlüsselung ist seit 2014 Ranking-Faktor und 2026 absolute Mindestvoraussetzung. Eine Website ohne HTTPS wird von Google als unsicher markiert, was Conversion-Rates massiv senkt. Aber HTTPS allein reicht nicht. Mixed-Content-Probleme, abgelaufene Zertifikate oder fehlerhafte Weiterleitungen von HTTP auf HTTPS sind häufige Fehlerquellen.
Die Sicherheits-Header gehören 2026 zum technischen SEO-Standard: Content-Security-Policy, X-Frame-Options, Strict-Transport-Security. Sie verhindern Angriffe und werden von Google bei der Page-Experience-Bewertung berücksichtigt.
Säule 6: Strukturierte Daten und Schema Markup
Schema Markup ist die Sprache, in der Sie Google direkt erklären, was Ihre Inhalte bedeuten. Ein Artikel ist nicht nur Text – er ist ein „Article” mit Autor, Veröffentlichungsdatum und Bewertung. Eine FAQ-Sektion ist nicht nur eine Liste – sie ist eine „FAQPage” mit individuellen Fragen und Antworten.
Korrekt implementiertes Schema Markup führt zu Rich Snippets in den Suchergebnissen. Diese erhöhen die Klickrate um durchschnittlich 25 bis 35 Prozent gegenüber Standard-Ergebnissen. Für AI-Suchmaschinen wie Perplexity und ChatGPT ist Schema 2026 zudem das wichtigste Signal, um Inhalte zitierfähig zu machen.
Säule 7: Website-Architektur und URL-Struktur
Eine logisch aufgebaute Website mit flacher Hierarchie wird besser gecrawlt und besser verstanden. Maximale Klick-Tiefe von der Startseite zur tiefsten Unterseite: drei Klicks. URLs sollten sprechend sein – /webdesign-koeln/ statt /page?id=8472. Breadcrumbs helfen Nutzern und Suchmaschinen gleichermaßen bei der Orientierung.
Häufiges Problem: Historisch gewachsene Strukturen mit fünf bis sieben Klick-Ebenen. Google crawlt tiefer liegende Seiten seltener, was zu schlechterer Indexierung und Sichtbarkeit führt.
Wie Sie technische SEO-Probleme in 30 Minuten selbst identifizieren
Sie brauchen keine teuren Tools, um die größten Schwachstellen Ihrer Website zu finden. Mit dieser Werkzeug-Kombination decken Sie 80 Prozent aller technischen SEO-Probleme in einer halben Stunde auf.
Werkzeug 1: Google Search Console (kostenlos)
Die Search Console ist Ihr direktes Fenster zu Googles Sicht auf Ihre Website. Im Bereich „Indexierung” sehen Sie, welche Seiten indexiert sind und welche nicht – inklusive Fehlerdiagnose. Im Bereich „Core Web Vitals” finden Sie reale Performance-Daten von echten Nutzern. Die Funktion „URL-Prüfung” zeigt Ihnen, wie Google eine konkrete Seite sieht.
Erste Aktion: Indexierungs-Bericht öffnen, alle „Ausgeschlossen” und „Fehlerhaft” durchgehen. Häufig finden sich hier Hunderte von ungewollt blockierten Seiten.
Werkzeug 2: Google PageSpeed Insights (kostenlos)
PageSpeed Insights misst Core Web Vitals und gibt konkrete Optimierungsvorschläge. Wichtig: Sowohl Mobile als auch Desktop testen. Die Mobile-Werte sind 2026 wichtiger, weil sie direkt in das Mobile-First-Ranking einfließen. Werte unter 70 sollten ernsthaft adressiert werden, Werte unter 50 sind kritisch.
Werkzeug 3: Screaming Frog SEO Spider (kostenlos bis 500 URLs)
Der Screaming Frog crawlt Ihre Website wie Google und findet technische Probleme: defekte Links, Redirect-Ketten, fehlende Meta-Daten, doppelte Inhalte, Bildoptimierungs-Lücken. Für Websites unter 500 Seiten reicht die kostenlose Version vollständig.
Werkzeug 4: Lighthouse (kostenlos, in Chrome integriert)
Lighthouse läuft direkt im Chrome-Browser über die Entwickler-Tools (F12 drücken, Tab „Lighthouse”). Es bewertet Performance, Accessibility, Best Practices und SEO in einem Durchlauf. Praktisch für schnelle Einzelprüfungen während der Entwicklung.
Werkzeug 5: Schema-Markup-Validator (kostenlos)
Auf validator.schema.org prüfen Sie, ob Ihre strukturierten Daten korrekt eingebunden sind. Fehlerhaftes Schema wird von Google ignoriert – im schlimmsten Fall bestraft. Eine schnelle Prüfung verhindert, dass Sie Aufwand in Markup investieren, das nicht funktioniert.
Die neun häufigsten technischen SEO-Killer
Aus über zehn Jahren SEO-Praxis und 100+ Audits kristallisieren sich neun Fehler heraus, die immer wieder auftauchen. Wenn Sie auch nur drei davon auf Ihrer Website finden, verlieren Sie messbar Sichtbarkeit.
Fehler Nummer eins: Langsame Server-Antwortzeiten. Time-to-First-Byte über 600 Millisekunden ist 2026 der Anfang vom Ende. Ursachen: billiges Shared-Hosting, ungecachte Datenbankabfragen, fehlende Server-Optimierung. Ein qualifiziertes Managed-WordPress-Hosting löst das Problem in einem Schritt.
Fehler Nummer zwei: Bilder ohne Komprimierung und im falschen Format. JPEG-Bilder mit 4 MB pro Stück sind keine Seltenheit. WebP oder AVIF reduzieren die Dateigröße um 30 bis 50 Prozent ohne sichtbaren Qualitätsverlust. Lazy Loading verschiebt das Laden auf den Moment, in dem der Nutzer das Bild tatsächlich sieht.
Fehler Nummer drei: Render-blockierende Ressourcen. CSS- und JavaScript-Dateien, die im Header geladen werden, blockieren das Rendering der Seite. Ergebnis: Der Nutzer sieht eine weiße Seite, während im Hintergrund Code geladen wird. Lösung: Critical CSS inline einfügen, Rest asynchron laden.
Fehler Nummer vier: Fehlerhafte oder fehlende Canonical-Tags. Eine Seite ist über mehrere URLs erreichbar (mit/ohne www, mit/ohne Trailing Slash, HTTP/HTTPS). Ohne klares Canonical-Tag muss Google selbst entscheiden, welche Version die richtige ist – oft mit ungewollten Ergebnissen.
Fehler Nummer fünf: Defekte interne Verlinkung. 404-Fehler bei internen Links streuen Page-Authority in den Müll und frustrieren Nutzer. Regelmäßige Crawls finden tote Links innerhalb von Minuten. Wer das nicht prüft, verliert Sichtbarkeit für jeden defekten Link.
Fehler Nummer sechs: Ignorierte Mobile-Performance. Eine Seite, die auf Desktop schnell lädt, kann auf Mobile katastrophal sein. Mobile Nutzer haben 2026 oft langsame Verbindungen, Verzögerungen sind tödlich. Eine separate Mobile-Optimierung ist Pflicht, nicht Kür.
Fehler Nummer sieben: Fehlende oder fehlerhafte Schema-Markup-Einbindung. Schema ohne Validierung ist verschwendeter Aufwand. Schema mit Fehlern wird ignoriert. Schema, das nicht zur Seite passt, kann zur Abstrafung führen. Wer nicht weiß, wie Schema funktioniert, sollte es korrekt aufsetzen lassen oder weglassen.
Fehler Nummer acht: Veraltete Plugins und Themes. WordPress-Websites mit nicht aktualisierten Plugins haben oft Sicherheitslücken, Performance-Probleme und Inkompatibilitäten. Updates sind keine Bequemlichkeit – sie sind Pflicht. Eine professionelle Wartung ab 50 Euro pro Monat verhindert digitale Katastrophen.
Fehler Nummer neun: Keine technische SEO-Überwachung. Ohne kontinuierliches Monitoring fällt erst auf, dass etwas nicht stimmt, wenn die Anfragen ausbleiben. Search Console, regelmäßige Crawls und Performance-Monitoring gehören zum Standard. Wer das nicht etabliert, optimiert blind.
Bricks Builder vs. Elementor – warum Ihr Page Builder über die Performance entscheidet
Hier ist ein Punkt, der die meisten Website-Betreiber erst zu spät verstehen. Die Wahl des Page Builders auf einer WordPress-Website entscheidet 2026 mehr über Ihre technische SEO-Leistung als jede einzelne Optimierungsmaßnahme.
Elementor ist der weltweit verbreitetste Page Builder mit über 70 Prozent Marktanteil. Er ist intuitiv, flexibel, hat unzählige Vorlagen. Sein Preis: Er erzeugt aufgeblähten HTML-Code mit massiver Verschachtelung von div-Elementen. Eine identische Seite hat in Elementor typischerweise drei- bis fünfmal so viele DOM-Elemente wie in einer schlanken Lösung.
Das Resultat zeigt sich direkt in den Core Web Vitals. Elementor-Seiten haben durchschnittlich 30 bis 50 Prozent schlechtere INP-Werte und 20 bis 40 Prozent schlechtere LCP-Werte als vergleichbare Bricks-Builder-Seiten. Das ist nicht eine Frage von Talent oder Aufwand – es ist eine Frage des Werkzeugs.
Bricks Builder ist 2026 die professionelle Alternative für performance-orientierte Projekte. Er erzeugt schlanken Code, der näher an handgeschriebenem HTML liegt. Custom-CSS und JavaScript lassen sich sauber einbinden, ohne den Code aufzublähen. Wer technisches SEO ernst nimmt, kommt an Bricks oder Custom-Code nicht vorbei.
Priorisierung – welche technische SEO-Maßnahme zuerst
Sie können nicht alles gleichzeitig fixen. Begrenztes Budget und begrenzte Entwickler-Zeit zwingen zur Entscheidung. Diese Reihenfolge maximiert den Return-on-Investment basierend auf Praxis-Daten.
Stufe 1: Crawlability und Indexierbarkeit (sofort)
Wenn Google Ihre Seiten nicht erreicht oder indexiert, ist alles andere egal. Robots.txt prüfen, Search-Console-Indexierungsbericht aufräumen, Canonical-Tags setzen. Aufwand: 4 bis 8 Stunden. Wirkung: Sofortige Sichtbarkeit für blockierte Inhalte. ROI: höchster Hebel im technischen SEO.
Stufe 2: Hosting und Server-Performance (Woche eins)
Ein langsamer Server macht jede weitere Optimierung zunichte. Wechsel zu Managed-WordPress-Hosting bei Bedarf. Time-to-First-Byte unter 400 Millisekunden als Ziel. Aufwand: 2 bis 4 Stunden für die Migration. Wirkung: typischerweise 20 bis 40 Prozent schnellere Ladezeiten.
Stufe 3: Core Web Vitals (Wochen 2 bis 4)
Bilder optimieren, Render-Blocking auflösen, kritische CSS inline einbinden, Lazy Loading aktivieren. Aufwand: 16 bis 32 Stunden je nach Projektgröße. Wirkung: messbare Verbesserung der Search-Console-Metriken innerhalb von 4 bis 8 Wochen.
Stufe 4: Schema Markup (Wochen 4 bis 6)
Article-, FAQ-, LocalBusiness-Schema einbauen, je nach Seitentyp. Validierung mit Google Rich Results Test. Aufwand: 8 bis 16 Stunden. Wirkung: Rich Snippets in den Suchergebnissen, höhere Klickraten, bessere AI-Sichtbarkeit.
Stufe 5: Site-Architektur (laufend)
URL-Struktur, interne Verlinkung, Breadcrumbs, Klick-Tiefe. Diese Optimierungen wirken langfristig und müssen kontinuierlich gepflegt werden. Aufwand: laufend, integriert in Content-Pflege.
Wann Sie technisches SEO selbst machen können – und wann nicht
Eine ehrliche Einschätzung. Manche Aspekte des technischen SEO können Sie ohne Spezial-Wissen selbst angehen. Andere erfordern Expertise und können bei Fehlern mehr Schaden anrichten als Nutzen bringen.
Selbst machen können Sie: Search Console einrichten und regelmäßig prüfen. Bilder vor dem Upload manuell komprimieren. Plugins aktualisieren. Mobile-Darstellung Ihrer Seiten visuell prüfen. Defekte interne Links über die Search Console identifizieren und korrigieren.
Spezial-Wissen brauchen Sie für: robots.txt-Anpassungen, Canonical-Strategie bei komplexen Sites, Server-Konfiguration und Caching-Setup, Schema-Markup-Implementierung, Core-Web-Vitals-Optimierung mit Code-Eingriffen, mehrsprachige Setups mit hreflang.
Faustregel: Was Sie über die WordPress-Oberfläche bedienen können, können Sie meist selbst. Was technisches Verständnis von Servern, Code oder Suchmaschinen-Algorithmen erfordert, sollte ein Spezialist übernehmen. Die Stundensätze für technisches SEO liegen 2026 zwischen 90 und 180 Euro – ein einzelner Eingriff am falschen Stellschräubchen kann mehr Schaden anrichten als ein ganzer Audit kostet.
Kostenloser Technical-SEO-Quickcheck Ihrer Website
In 15 Minuten erfahren Sie, welche der sieben Säulen bei Ihrer Website schwächeln und welche drei Maßnahmen den höchsten Hebel haben – inklusive konkreter Handlungsempfehlungen.
Was professionelles technisches SEO 2026 wirklich kostet
Die Spannweite ist real, aber sie hat nachvollziehbare Gründe. Hier die ehrlichen Preisrahmen für seriöse Anbieter im DACH-Raum.
Komplexes technisches Audit mit Umsetzung: 8.000 bis 25.000 Euro
Bei Websites mit über 500 Seiten, internationalem Setup, E-Commerce oder historisch gewachsenen Strukturen lohnt sich ein vollständiges Audit mit anschließender Umsetzung. Das beinhaltet Crawl-Analyse, Performance-Tiefenanalyse, Schema-Strategie, Architektur-Review und die direkte Implementierung der wichtigsten Maßnahmen.
Standard-Audit für KMU-Website: 1.500 bis 4.500 Euro
Eine fundierte Analyse mit Handlungsplan und priorisierter Maßnahmen-Liste. Die Umsetzung erfolgt entweder durch den Auftraggeber selbst oder als Folgeauftrag. Ideal als Einstieg, um die wichtigsten Hebel zu identifizieren.
Laufende Betreuung: 700 bis 2.500 Euro pro Monat
Kontinuierliches Monitoring, regelmäßige Optimierungen, Reaktion auf Google-Algorithmus-Updates. Im Marketing-Mix die günstigste Versicherung gegen Sichtbarkeits-Verluste. Wer SEO ernsthaft betreibt, plant diese Investition fest ein.
Stundensatz für gezielte Eingriffe: 90 bis 180 Euro
Für punktuelle Probleme wie Schema-Markup-Implementierung oder Core-Web-Vitals-Optimierung sind Stundenpakete sinnvoll. Erfahrene Anbieter arbeiten transparent mit Stundenschätzungen vor Beginn der Arbeit.
Häufig gestellte Fragen zum technischen SEO
Was ist technisches SEO einfach erklärt?
Technisches SEO umfasst alle Optimierungen an der technischen Infrastruktur einer Website, die ihre Lesbarkeit für Suchmaschinen, ihre Ladegeschwindigkeit und ihre Nutzerfreundlichkeit verbessern. Das Ziel: Google kann die Website effizient crawlen, indexieren und ranken. Dazu gehören Crawlbarkeit, Indexierbarkeit, Core Web Vitals, Mobile-Optimierung, HTTPS, Schema Markup und Site-Architektur.
Wie wichtig ist technisches SEO für das Ranking?
Technisches SEO ist 2026 die Grundvoraussetzung für gutes Ranking. Eine inhaltlich brillante Website mit schwacher Technik wird systematisch unter ihrem Potenzial bleiben. Google bewertet Page Experience seit dem Core Update von Dezember 2025 stärker als zuvor. Bei vergleichbaren Mitbewerbern entscheidet Performance über Position 3 oder Position 12.
Welche Tools brauche ich für technisches SEO?
Die wichtigsten Tools sind 2026 alle kostenlos verfügbar: Google Search Console für Indexierungs- und Performance-Daten, Google PageSpeed Insights für Core Web Vitals, Screaming Frog SEO Spider für Crawl-Analysen unter 500 URLs, Lighthouse in Chrome für schnelle Einzelprüfungen, validator.schema.org für Schema-Markup-Validierung. Bezahl-Tools wie Sistrix oder Ahrefs ergänzen, sind aber für den Einstieg nicht notwendig.
Was sind die Core Web Vitals 2026?
Die Core Web Vitals 2026 bestehen aus drei Metriken: Largest Contentful Paint (LCP) sollte unter 2,5 Sekunden liegen. Interaction to Next Paint (INP) ersetzt seit März 2024 die alte FID-Metrik und sollte unter 200 Millisekunden liegen. Cumulative Layout Shift (CLS) sollte unter 0,1 bleiben. Eine Website, die diese Schwellenwerte erreicht, hat in der Page-Experience-Bewertung von Google einen klaren Vorteil.
Kann ich technisches SEO selbst lernen?
Die Grundlagen können Sie selbst lernen und umsetzen: Search Console einrichten, Bilder komprimieren, Plugins aktualisieren, defekte Links beheben. Spezialwissen ist erforderlich für robots.txt-Strategie, Schema-Markup-Implementierung, Core-Web-Vitals-Optimierung mit Code-Eingriffen und Server-Konfiguration. Bei komplexen Sites lohnt sich die Investition in einen Spezialisten meist innerhalb weniger Monate.
Wie lange dauert es, bis technische SEO-Maßnahmen wirken?
Crawl- und Indexierungs-Korrekturen wirken oft innerhalb weniger Tage. Performance-Verbesserungen werden in der Search Console nach 4 bis 8 Wochen sichtbar, weil Google reale Nutzerdaten über einen Zeitraum sammelt. Strukturelle Änderungen wie URL-Restrukturierungen brauchen 3 bis 6 Monate, bis sie vollständig in die Suchergebnisse einfließen.
So geht es jetzt für Sie weiter
Die Theorie kennen Sie. Die sieben Säulen. Die Tools. Die häufigsten Fehler. Die Priorisierung. Die Frage ist: Was ist Ihr nächster Schritt?
Wenn Sie wissen wollen, welche der sieben Säulen bei Ihrer Website konkret schwächeln, ist der erste Schritt ein technischer Quick-Check. In 15 Minuten erhalten Sie eine ehrliche Einschätzung: Wo verlieren Sie aktuell Sichtbarkeit? Welche drei Maßnahmen haben den höchsten ROI? Brauchen Sie überhaupt einen externen Spezialisten – oder reichen interne Ressourcen?
Der Quickcheck ist kostenlos und unverbindlich. Sie bekommen ehrliche Antworten – auch wenn die Antwort lautet, dass Ihre Website technisch bereits sauber aufgestellt ist und Sie eher in Content investieren sollten.


